13. Juni 2016

130 Arnsberger geben Blutkrebskranken Hoffnung

Viele Arnsberger folgten dem Hilfeaufruf „Arnsberg sucht Lebensretter für Dich und für mich“ den die Leukämie und Lymphom Selbsthilfegruppe Ruhr – Lippe e.V (SHG) gemeinsam mit der Stefan-Morsch-Stiftung organisierte. 130 Menschen ließen sich ein Röhrchen voll Blut abnehmen, um sich bei Deutschlands ältester Stammzellspenderdatei als Spender zu registrieren. Nur für den Fall, dass ein Blutkrebspatient ihre Hilfe braucht.
Die Blutproben der 130 neuen Lebensretter werden im Labor der Stefan-Morsch-Stiftung auf die genetischen Gewebemerkmale, die sogenannten HLA-Werte, untersucht und danach in der Datei gespeichert. Stimmen die für eine Transplantation relevanten genetischen Gewebemerkmalen (HLA-Werte) überein, nimmt die Stefan-Morsch-Stiftung Kontakt auf. Kommt es nach weiteren Untersuchungen zur Entnahme, kann man auf zwei Arten spenden: Bei der klassischen Methode der Knochenmarkentnahme wird durch eine Punktion des Beckenkamms das Knochenmark entnommen – niemals aus dem Rückenmark. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Die zweite Methode – und die weitaus häufigste – ist die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Plasmaspende oder Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt. Dieser Botenstoff löst beim Spender im Vorfeld oft grippeähnliche Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen aus. Diese verschwinden aber mit der Entnahme der Stammzellen.

Emil Morsch, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Stammzellspenderdatei freut sich, dass sich in Arnsberg viele Menschen für Leukämiekranke engagieren: „Jede einzelne Registrierung erhöht die Chance, im internationalen Netzwerk der Leukämiehilfe für Patienten kompatible Spender zu finden.“

Weitere Informationen über die Leukämie- und Tumorhilfe erhält man über die gebührenfreien Hotline 08 00 – 766 77 24 erreichbar, ebenso via Facebook oder über info@stefan-morsch-stiftung.de..

BEKOMME ICH EINEN NACHWEIS ÜBER MEINE TYPISIERUNG?

Jeder Spender, jede Spenderin bekommt einen Spenderausweis der Stefan Morsch Stiftung zugesandt. Da wir jedoch als gemeinnützige Organisation, die sich zum Teil aus Spendengeldern finanziert, Portokosten sparen möchten, sammeln wir diese Briefe und versenden diese Post gebündelt. Das bedeutet, dass die Zusendung der Spenderausweise eine Weile dauern kann. Unabhängig davon werden jedoch die Daten jedes jetzt neu registrierten Spenders direkt nach der Analyse der Gewebemerkmale dem deutschen Zentralregister der ZKRD anonymisiert für weltweite Suchanfragen zur Verfügung gestellt.