Hoffen – Helfen – Heilen
15. Januar 2022

299 Bundesliga-Einsätze beim Sportkegeln und einer als Lebensretter!

„Mein Name ist Markus, ich bin 47 Jahre alt, glücklich verheiratet und Vater von zwei Kindern. Neben einem Minijob als Fahrer der Tagespflege in einem Seniorenheim bin ich Hausmann und betreibe mit großer Leidenschaft Sportkegeln. Hier habe ich bereits 299 Bundesliga-Einsätze (Ja, das gibt es im Sportkegeln!) bestritten und spiele seit 15 Jahren für die KF Nordhorn.

 
Schon seit der Schulzeit gehe ich mit Kollegen regelmäßig Blut spenden. Dort erzählte einer von seiner Stammzellspende. Zufällig gab es kurze Zeit später eine Aktion der Stefan-Morsch-Stiftung bei uns im Nachbarort und ich registrierte mich.
 
Dann, nach 13 Jahren, passte ich zu einem Patienten. Ich war super aufgeregt. Nach einer Blutabnahme musste ich acht Wochen warten. Ich war etwas enttäuscht, als ich hörte, dass es einen idealeren (ich vermute, einen jüngeren) Spender gibt. Doch er fiel aus und ich wurde gefragt, ob ich noch möchte. Dann ging alles ganz schnell. Nach vier Tagen fuhr ich zur Voruntersuchung und zwei Wochen später war der Termin. Zur Anregung der Stammzellproduktion verabreichte ich mir einige (genau genommen 17) Spritzen, ähnlich wie bei Thrombosespritzen.
 
Die Spende selbst war, mit der Erfahrung von über 100 Blutspenden, überhaupt kein Problem. Auch wenn man dabei fünf Stunden statt der sonst üblichen 10 Minuten liegt und über einen zweiten Zugang das gefilterte Blut wieder zurückbekommt. Nach eineinhalb Stunden war die benötigte Menge an Stammzellen gesammelt und ich konnte mit einem wahnsinnig stolzen Gefühl wieder nach Hause fahren. Noch am selben Tag wurden meine Stammzellen auf den Weg in die USA gebracht, um dort einer Frau, die nur etwas älter ist als ich, die lebenserhaltende Rettung zu bringen. Ein unglaubliches Gefühl, dass diese Spende ein Leben retten könnte!
 
Zusammenfassend kann ich wirklich nur jede*n dazu aufrufen, sich ebenfalls typisieren zu lassen! Falls es tatsächlich zu einer Spende kommt, ist das nämlich auch für einen selbst ein wahnsinnig positives Erlebnis!“
 
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