Kara hat Stammzellen gespendet und erzählt hier mehr darüber.
06. Januar 2026

Aachener Studentin spendet Stammzellen für Blutkrebs-Patientin

Fünf Jahre nach ihrer Typisierung wird Kara Stappert zur Lebensretterin

Kara Stappert ist 23, studiert Chemie an der RWTH Aachen und lebt ein Leben wie viele junge Menschen: Sie kocht gerne mit Freunden, geht auf Konzerte und kümmert sich um ihre Pflanzen. Doch was sie von vielen unterscheidet: Kara ist Stammzellspenderin.

Bereits mit 17 Jahren ließ sie sich bei der Stefan-Morsch-Stiftung typisieren, Deutschlands erste Stammzellspenderdatei. Das hat sie damals kaum mehr als ein paar Minuten gekostet: Sie füllte eine Einwilligung aus und gab eine Speichelprobe ab. Jahre später, mitten im Praktikum, erreichte sie dann der Anruf: Sie ist der genetische Zwilling für einen Menschen mit Blutkrebs.

Kara hat Stammzellen gespendet und erzählt hier mehr darüber.

Wenn Chemotherapien und Bestrahlungen nicht ausreichen, um den Bluterkrankungen wie etwa Leukämie zu besiegen, ist die Transplantation fremder Stammzellen für die Betroffenen die oftmals einzige Chance auf Heilung. Damit das gelingt, müssen die genetischen Gewebemerkmale von Spender:in und Empfänger:in übereinstimmen. Diese sogenannten HLA-Merkmale kommen in unzähligen Varianten vor. Deshalb ist es wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich typisieren lassen.

Ablauf der Stammzellspende

„Obwohl ich wusste, dass es stressig wird, war für mich sofort klar: Ich mache das. Mein Umfeld hat mich dabei total unterstützt – sowohl meine Freunde als auch meine Professorin“, erzählt Kara. Für die Spende spritzte sie sich selbst ein Medikament, das Stammzellen im Blut mobilisiert. Sie erzählt: „Der Gedanke war erst beunruhigend. Doch letztlich war es völlig aushaltbar und die eigentliche Spende in Köln wurde von einem herzlichen und hilfsbereiten Team begleitet.“

Die häufigste Methode, um Stammzellen zu entnehmen, ist die sogenannte Apherese. Dabei werden die Stammzellen mit Hilfe einer Maschine direkt aus dem Blut gefiltert – ähnlich wie bei einer Dialyse. Diese wird ambulant durchgeführt und dauert zwischen drei und fünf Stunden.

Die Stammzellen gingen an eine etwa 60-jährige Patientin in Deutschland. Wie es ihr geht, weiß sie nicht. „Aber ich hoffe sehr, dass es ihr gut geht“, sagt sie. In Deutschland gibt es eine Sperre von zwei Jahren, bis sich Spender:in und Empfänger:in persönlich treffen dürfen. Allerdings gibt es die Möglichkeit, sich – mit Hilfe der Stiftung – in dieser Zeit anonymisierte Briefe zu schreiben. Voraussetzung für Briefe und Treffen ist immer, dass beide Seiten dies möchten.

Hilfe die Leben retten kann

Was die 23-Jährige während ihrer Spende besonders beschäftigt hat: Wie wenig über Stammzellspenden im Alltag bekannt ist. „Viele meiner Freunde hatten große Vorurteile oder wussten einfach nichts darüber“, berichtet sie. Dabei sei der Aufwand gering – und die Wirkung riesig. „Ich würde jederzeit wieder spenden. Die Bereitschaft zu helfen, ist für mich einfach menschlich.“

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