31. Januar 2026

„Ein Leben retten – das ist unbeschreiblich“

Als Johannes aus Bielefeld den Anruf bekam, war er gerade unterwegs zum DFB-Pokalfinale. Doch die wirklich wichtige Entscheidung fiel nicht auf dem Fußballplatz, sondern in seinem Kopf: Er wollte helfen – und entschied sich für eine Stammzellspende. Heute sagt der 25-Jährige: „Ein Leben retten zu können, das ist unbeschreiblich.“

Typisiert hatte sich Johannes bereits 2019 bei der Bundeswehr in Flensburg. Der Aufruf der Stefan-Morsch-Stiftung blieb hängen – und Jahre später wurde er tatsächlich als potenzieller Spender für einen Leukämiepatienten ausgewählt. „Die Vorstellung, dass jemand auf diese Nachricht wartet, hat mich sehr bewegt. Ich war sofort bereit, zu helfen.“

Doch der Weg zur Spende war nicht ohne Hürden: Der Termin musste zweimal verschoben werden, weil der Empfänger noch nicht stabil genug für eine Transplantation war. „Das war keine leichte Zeit. Ich habe ständig an den Patienten gedacht. Aber ich hatte jederzeit eine Ansprechpartnerin bei der Stiftung – das hat mir sehr geholfen.“

Fünf Tage, drei Spritzen pro Tag – und eine klare Mission

Zur Vorbereitung erhielt Johannes ein Medikament, das die Produktion von Stammzellen ankurbelt und diese anschließend vom Knochenmark ins Blut freisetzt. Fünf Tage lang musste er sich selbst spritzen – jeweils dreimal täglich. „Nicht schön, aber machbar“, sagt er rückblickend. „Ein Tag war wirklich heftig – aber für solche Fälle bekommt man Schmerzmittel mit.“

Am Tag der Spende kam es zu Startschwierigkeiten. Nach kurzer Zeit machten die Venen dicht, die Entnahme der Stammzellen musste unterbrochen und mehrfach neu angesetzt werden. „Das war unangenehm – aber das Team war klasse. Ich habe mich die ganze Zeit sicher und betreut gefühlt.“ Nach fünf Stunden war es geschafft: Seine Stammzellen gingen an einen Mann Anfang 40 in die Niederlande.

„Lasst euch registrieren – es ist ganz einfach“

Johannes‘ Appell ist klar: „Die Typisierung tut nicht weh, dauert nur wenige Minuten – und kann ein ganzes Leben retten. Ich würde es jederzeit wieder tun.“ Wie Johannes seine Geschichte erzählt, könnt ihr auf unserem Instagram-Kanal nachlesen.

Wer vielleicht ebenfalls einen Volltreffer landen und sich als potenzielle:r Spender:in registrieren möchte, kann dies jederzeit einfach und kostenfrei online anstoßen. Rote Karte für ungeklärte Fragen! Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen findest du in unserem FAQ.


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