07. März 2026

Elena „Einem Menschen mit kleinem Aufwand vielleicht das Leben retten zu können, bedeutet mir sehr viel.“

Anderen helfen

Das war Elenas Ziel, als sie sich vor einigen Jahren für eine Blutspende entschied. Vor Ort kam die Frage auf, ob sie sich zusätzlich als potenzielle Stammzellspenderin registrieren lassen möchte. Fünf Jahre nach der Aufnahme in die Datenbank, wurde die Blutspenderin auch zu einer Stammzellspenderin.

Dass sie als mögliche Stammzellspenderin infrage kommt, erfährt Elena während eines ganz normalen Arbeitstages, als ihr Handy klingelt. „Ich sagte sofort zu und informierte meine Familie. Man, war ich aufgeregt.“ Kurz darauf begann eine intensive Vorbereitungsphase: Voruntersuchungen, Gespräche, Termine. Schritt für Schritt nahm alles Gestalt an. Allein war Elena jedoch nie, Unterstützung erhielt sie von allen Seiten. Ihr Arbeitgeber stellte sie dankenswerterweise frei, sodass sie sich ganz auf die nächsten Schritte konzentrieren konnte. Auch Familie, Freund:innen und Kolleg:innen verfolgten die Entwicklung mit großer Anteilnahme und drückten ihr die Daumen. „Alle standen hinter mir – das war ein tolles Gefühl.“ Während des gesamten Prozesses wurde Elena von den Teams der Stefan-Morsch-Stiftung sowie des Entnahmezentrums Cellex begleitet. Fragen wurden beantwortet, Unsicherheiten aufgefangen, jeder Schritt genaustens erklärt.

Um sowohl die Empfänger:innen als auch die Spender:innen zu schützen, wird vor der Spende ein gründlicher Gesundheitscheck durchgeführt. Dieser beinhaltet umfangreiche Bluttests und Organchecks. Die Koblenzerin sieht dies als großen Pluspunkt. „Jetzt weiß ich: Ich bin kerngesund.“ Elenas Stammzellen wurden aus dem peripheren Blut entnommen. Die Wahl dieser Methode bedeutete für sie, sich einige Tage vor der Spende einen Botenstoff zu spritzen. Dieser regt die Stammzellproduktion an und überführt anschließend die Stammzellen aus dem Knochenmark in die Blutbahn.  Auch die eigentliche Stammzellspende verlief „entspannt und völlig schmerzfrei“. Die freigesetzten Stammzellen wurden mithilfe einer speziellen Maschine aus dem Blut herausgefiltert. „Sehr beeindruckend, was heute alles möglich ist.“

Genetische Zwillinge

Besonders positiv in Erinnerung bleibt ihr die fürsorgliche Betreuung des medizinischen Fachpersonals vor Ort. „Eine Krankenschwester brachte mir eine Decke und stopfte auch die kleinsten Löcher zu. „Damit es nirgends reinzieht“, sagte sie. Ich fühlte mich wie bei Oma damals.“ Zu dem Empfänger aus Russland fühlt Elena eine besondere Verbindung: „Genetic Twins eben. Ich wünsche mir sehr, dass er schnell gesund wird.“

Jede Registrierung zählt

Mehr als 13.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Leukämie. Eine Stammzellspende ist dabei oft ihre letzte Hoffnung. Elenas Botschaft ist daher klar: „Es gibt viel zu viele Menschen, die auf eine Stammzellspende angewiesen sind. Lasst euch typisieren – das tut nicht weh, kann aber Leben retten!“

Du bist noch nicht registriert, möchtest aber vielleicht auch deinem genetischen Zwilling das Leben retten? Hier kannst du dir ganz einfach ein Registrierungsset bestellen und somit potenzielle:r Stammzellspender:in werden! Elenas Geschichte aus ihrer Perspektive kannst du auf unserem Instagram-Kanal nachlesen.

 


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