Ein Ziel: Menschen helfen
Eliza möchte schon seit sie klein ist vor allem eins: Menschen helfen. Dass sich die heute 20-Jährige für ein Medizinstudium entschieden hat, verwundert deswegen kaum. Doch nicht nur aus beruflicher Sicht verfolgt sie ihr Ziel, so vielen Menschen wie möglich zu helfen. Auch im privaten lässt sie nichts unversucht. Obwohl die Wahrscheinlichkeit als Stammzellspender:in ausgewählt zu werden nur bei circa einem Prozent liegt, versucht es Eliza und ließ sich vor zwei Jahren registrieren. Im vergangenen Jahr erhielt Eliza einen Anruf – sie gehört zu den ein Prozent der registrierten Personen und kommt möglicherweise als Spenderin infrage.
Nach einer ersten Blutuntersuchung folgte wenige Wochen später die Bestätigung: „Ich war tatsächlich die passende Spenderin.“ Fünf Tage Spendentermin begann Eliza mit der Vorbereitung. Da Eliza per Apherese spenden sollte, musste sie sich vorher einen körpereigenen Botenstoff (G-CSF) verabreichen. Dieser regte die Produktion von Stammzellen an, die dann anschließend aus dem Knochenmark in das periphere Blut übertraten. Rückblickend beschreibt sie diese Phase als gut machbar: „In dieser Zeit fühlte ich mich etwas schlapp, konnte meinen Alltag aber ganz normal weiterführen.”

Leben retten leicht gemacht
Die eigentliche Stammzellspende dauerte bei Eliza etwa fünf Stunden. Während dieser Zeit war sie an ein Gerät angeschlossen, welches Blut aus dem Körper entnimmt, Stammzellen herausfiltert und das verbleibende Blut wieder in den Blutkreislauf zurückführt. In diesem Zeitraum war die 20-Jährige in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt, erhielt jedoch tatkräftige Unterstützung von ihrem Freund, der sie während der gesamten Spende begleitete. „Direkt nach der Spende ging es mir super“, erzählt sie. Vor allem das Gefühl, möglicherweise ein Leben gerettet zu haben, habe sie sehr bewegt.
Heute weiß Eliza, dass sie mit ihrer Spende einer Frau Mitte 50 helfen konnte. Ihr größter Wunsch ist, dass die Transplantation erfolgreich verlief und die Patientin wieder gesund wird. Gleichzeitig hofft sie, mit ihrer Geschichte andere Menschen zu motivieren: „Ich hoffe sehr, dass meine Erfahrung andere ermutigt, sich ebenfalls zu registrieren.“
Denn jede einzelne Registrierung kann entscheidend sein. Wer sich als Stammzellspender:in registriert, schenkt Betroffenen eine echte Chance auf Heilung – vielleicht sogar auf ein neues Leben.
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