Felix ist 22 Jahre alt und befindet sich inmitten seines dualen Studiums der BWL mit Schwerpunkt Logistik. Vor seinem Studium hat er vier Jahre als Fallschirmjäger bei der Bundeswehr gedient. Während seiner Zeit dort, begegnet ihm durch einen Vortrag der Stefan-Morsch-Stiftung das Thema Stammzellspende. Als die Frage aufkommt, wer sich als potenzielle:r Stammzellspender:in registrieren lässt, ist Felix sofort dabei: „Als Christ war eine Registrierung für mich selbstverständlich, um im Fall der Fälle den kleinen Aufwand zu betreiben und meinem Nächsten in großer Not zu helfen.“
Lange Zeit hört er nichts mehr von seiner Registrierung, was nicht unbedingt verwunderlich ist. Nur rund ein Prozent aller Registrierten spendet wirklich. Doch Felix gehört zu diesem einen Prozent und wird als passendster Spender für einen an Blutkrebs erkrankten Menschen identifiziert. Vor seiner Zusage frischt Felix noch einmal sein Wissen zum Thema Stammzellspende auf. Er informiert sich nicht nur intensiv über den Ablauf, sondern auch über mögliche Risiken der Stammzellspende. Danach steht seine Entscheidung fest: Er spendet.

Verantwortung übernehmen
Mit seiner Zusage übernimmt Felix eine große Verantwortung. Sobald es eine Spendenzusage gibt, wird die erkrankte Person auf die Transplantation vorbereitet. Das bedeutet wiederum, dass das Immunsystem heruntergefahren wird, damit mithilfe der neuen Stammzellen ein besseres Immunsystem entstehen kann.
Sowohl die Vorbereitungszeit als auch die eigentliche Spende verlaufen für Felix problemlos. Im Nachgang hat er nur geringe Nebenwirkungen, was ihn unerwartet nachdenklich macht: „[Es ist] ein Bruchteil dessen, was mein Empfänger durchmachen musste. Das hat mich in meinem Entschluss, das Richtige aus den richtigen Gründen zu tun, bestärkt.“ Am Tag nach seiner Spende erfährt Felix, dass sein genetischer Zwilling ein Mann Anfang 30 aus Kanada ist. Dabei bemerkt er, dass Leukämie nicht auf ein Geschlecht oder ein Alter begrenzt ist: „Blutkrebs kann jede:n treffen – leider auch in jungem Alter.“
Aufruf zur Typisierung
Seine Erfahrung als Stammzellspender hat Felix nachhaltig geprägt. „Die Möglichkeit, ein Leben zu retten – oder zumindest es zu versuchen – ist der reinste Ausdruck von Nächstenliebe“, philosophiert er.
Doch noch immer findet etwa jede:r Zehnte weltweit keine: passende:n Spender:in Jede neue Registrierung erhöht die Chance, dass Menschen mit Blutkrebs eine lebensrettende Stammzellspende erhalten. Folge Felix‘ Beispiel und registriere dich online als potenzielle:r Stammzellspender:in. Wenn du die Geschichte aus seiner Perspektive hören möchtest, kannst du das auf unserem Instagram-Kanal tun.