Hoffen – Helfen – Heilen
07. Juli 2021

Grenzüberschreitender Zusammenhalt für weltweite Hilfe

Association Don de Moelle aus Luxemburg spendet 10.000 Euro an die Stefan-Morsch-Stiftung

Jedes Leben zählt, egal wo – mit dieser Haltung retten Stammzellspender:innen täglich Menschen mit Leukämie, weit über die Landesgrenzen hinaus. Möglich ist das nur durch das internationale Netzwerk der Patientenhilfe. Als Pionier in der Suche und Vermittlung genetisch passender Spender:innen arbeitet die Stefan-Morsch-Stiftung eng mit den luxemburgischen Initiativen gegen Blutkrebs zusammen: im Ausbau und der Verwaltung der nationalen Stammzellspenderdatei. Mit 10.000 Euro unterstützt jetzt die Association Don de Moelle du Luxembourg die Arbeit der Stiftung.

Die Corona-Pandemie hat viele Herausforderungen mit sich gebracht – auch bei den eingespielten, grenzüberscheitenden Abläufen der Leukämie- und Tumorhilfe: „Das neu zu organisieren war ein echter Balanceakt. Wenn Zeitpläne nicht aufgehen, kann das für die Erkrankten, die innerhalb eines bestimmten Zeitfensters dringend die Stammzellen brauchen, lebensbedrohlich sein“, erklärt Maico Schmidt, Dateileiter der Stefan-Morsch-Stiftung. „Aber in mehreren Testläufen mit unseren luxemburgischen Kolleginnen und Kollegen haben wir gemeinsam die Abläufe angepasst und optimiert.“ Zeitweise war die Anreise zur Stammzellentnahme in eine deutsche Klinik aus Luxemburg, nur mit einem Bestätigungsschreiben der Stiftung über den dringenden Anlass des Grenzübertritts möglich. Auch für die Spende selbst ist nach wie vor ein aktueller Nachweis über einen negativen Corona-Test notwendig. Der enge Austausch mit den Nachbarn bleibt im Zuge der Pandemie-Entwicklung also auch weiterhin wichtig, um schnell auf Änderungen der Auflagen reagieren zu können. „In unserer langjährigen Zusammenarbeit sind wir eng zusammengewachsen und aus einer Partnerschaft wurde Freundschaft. Gemeinsam haben wir schon viele Hürden meistern können. Unsere grenzüberschreitende Freundschaft ist für Menschen mit Leukämie weltweit lebensrettend“, erklärt Pia Gorza von der Association Don de Moelle.

Internationales Netzwerk der Leukämiehilfe

Jedes Jahr sind weltweit mehr als 50.000 Erkrankte auf eine Stammzellspende angewiesen, wenn Chemotherapie oder Bestrahlung beispielsweise bei Leukämie nicht helfen. Das funktioniert aber nur, wenn passende Spender:innen gefunden werden – mit den gleichen genetischen Gewebemerkmalen wie die Erkrankten. Die Association Don de Moelle wirbt deshalb in Luxemburg dafür, dass sich mehr Menschen typisieren lassen. Die Stefan-Morsch-Stiftung im angrenzenden Rheinland-Pfalz führt dabei das nationale luxemburgische Knochenmark- und Stammzellspenderregister. Das stiftungseigene HLA-Labor übernimmt zudem die aufwändige Analyse der Blut- und Speichelproben. Die Kosten – rund 40 Euro je Registrierung– finanziert die gemeinnützige Einrichtung mithilfe von Geldspenden, wie der des Teams aus dem Nachbarland. Darüber hinaus ist die Stiftung Anlaufstelle für Betroffene, die durch Krebs in Not geraten.

Online als Stammzellspender registrieren

Aufgrund der Corona-Auflagen sind aktuell sowohl in Luxemburg als auch in Deutschland kaum Typisierungsaktionen direkt vor Ort durchführbar. So hat die Birkenfelder Stiftung seit Beginn der Pandemie einen 75 prozentigen Rückgang bei den Registrierungen zu verzeichnen. Die Online-Typisierung ist jedoch jederzeit über die Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung möglich. Dazu muss man lediglich ein paar Fragen beantworten und seine Kontaktdaten angeben. Danach bekommt man ein Entnahme-Set mit einer Anleitung für eine Speichelprobe per Post – die man anschließend einfach zurückschickt. „Denn trotz Corona brauchen überall auf der Welt Menschen diese Hilfe, um weiterleben zu können. Die Typisierung als Stammzellspender:in ist dabei der erste Schritt, auf dem Weg ein Leben zu retten. Landesgrenzen dürfen im Kampf gegen Blutkrebs keine Rolle spielen“, betont Maico Schmidt.

Jetzt hier online als Stammzellspender registrieren!

Mehr zum Thema Geldspenden erfährt man unter diesem Link.