10. Juli 2014

Handballer und Stefan-Morsch-Stiftung im Team gegen Blutkrebs

Während des Handballcups am Samstag, 26. Juli, in der Sporthalle, Gartenstraße, Marpingen-Alsweiler, klärt die Knochenmarkspenderdatei über Stammzellspende auf.
Zum vierten Mal organisieren die Black Bulls aus Alsweiler (Kreis St. Wendel) ein Freundschaftsturnier, mit dem sie auch Hilfe für Leukämiekranke leisten möchten. Sie rufen gemeinsam mit der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands ältester Stammzellspenderdatei, dazu auf, sich als Stammzellspender typisieren zu lassen. Am Samstag, 26. Juli, ab 10 Uhr in der Sporthalle, Gartenstraße, Marpingen-Alsweiler, spielen nicht nur sechs Mannschaften im Klos Automobile Handball Cup um den Sieg, jeder kann dort mit einem Fingerhut voll Blut den ersten Schritt zum Lebensretter machen.

 

 

Die Black Bulls Alsweiler, HSG Nordsaar 2, HSG Ottweiler/Steinbach 2, Rot Weiß Schaumberg und TG Würzburg treffen aufeinander. Sogar Handballer aus der ungarischen Partnerstadt Simontornya reisen an. Auch die Stammzellspenderdatei aus Birkenfeld ist dabei – zum zweiten Mal. „Nach dem Turnier im letzten Jahr sind viele Menschen auf den Vorstand zugekommen und haben nach einer weiteren Aktion gefragt, um sich typisieren zu lassen“, erzählt Uwe Hinsberger, der Leiter der Abteilung Handball im SC Alsweiler. „Deshalb wollen wir das in diesem Jahr wiederholen.“

 

Fast 11 000 Menschen erkranken jedes Jahr an Leukämie. Oft ist eine Stammzelltransplantation ihre einzige Chance im Kampf gegen Blutkrebs. Eine solche Transplantation ist aber nur möglich, wenn sich ein passender Stammzell- bzw. Knochenmarkspender zur Verfügung stellt. Deshalb wirbt die Birkenfelder Stiftung für eine Typisierung – eine Registrierung in der Spenderdatei.

 

„Ich habe vor ein paar Jahren Stammzellen gespendet“, erzählt Uwe Hinsberger. Er ist der Ideengeber des Turniers. Er weiß, dass mit jeder Typisierung die Chance für Leukämiepatienten steigt, den passenden Spender zu finden: „Ich möchte jedem ans Herz legen, sich typisieren zu lassen.“

 

Die Typisierung ist ganz einfach: Nach der Aufklärung füllt der Spender einen Fragebogen zum Gesundheitszustand aus und unterschreibt die Einverständniserklärung. Dann nehmen Mitarbeiter der Stiftung eine kleine Blutprobe (5,6 ml) ab. Im hauseigenen Labor werden daraus die Gewebemerkmale bestimmt. Gemeinsam mit der Spendernummer, Geschlecht und Geburtsdatum werden die Gewebemerkmale anonymisiert an das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) geleitet, wo sie für Suchanfragen aus aller Welt zur Verfügung stehen. Sollten die Merkmale mit denen eines Patienten übereinstimmen, wird der Spender von der Spenderdatei, bei der er registriert ist, kontaktiert.

 

Typisieren lassen kann sich grundsätzlich jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 40 Jahren. Informationen über Ausschlussgründe lassen sich auf der Internetseite www.stefan-morsch-stiftung.de nachlesen. Die Typisierung ist kostenlos, jedoch werden Spenden zur Finanzierung der Blutuntersuchungen gerne entgegen genommen – da jede Spenderregistrierung mindestens 50 Euro kostet.

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