20. Mai 2019

IKEA-Mitarbeiter überlassen Leukämiehilfe nicht dem Zufall

Die Mitarbeiter bei Ikea sind nicht nur Ansprechpartner rund um das Thema Wohnungseinrichtung. Sie machen sich auch stark gegen Leukämie. Fast 400 Mitarbeiter und Kunden haben sich in Filialen als Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registriert. Jetzt auch die Mitarbeiter des Ikea Customer Support Centers in Berlin.

Typisierung: Es geht darum, Menschen zu helfen und Leben zu retten

Leukämie kann jeden treffen. Jedes Jahr erkranken daran etwa 11 000 Menschen in Deutschland. Manchmal ist ein berühmter Fußballspieler betroffen, manchmal auch ein Kollege. Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die letzte Chance. Das funktioniert jedoch nur, wenn sich gesunde Spender als mögliche Lebensretter zur Verfügung stellen. In Spenderdateien wie der weltweit vernetzten Stefan-Morsch-Stiftung sind derzeit mehr als 34 Millionen Menschen registriert, nichtsdestotrotz ist es oft noch ein Glücksfall, wenn sich ein passender Spender findet. Die Ikea-Mitarbeiter möchten dem Glück durch diesen Aufruf auf die Sprünge helfen: „Es geht darum, Menschen zu helfen und Leben zu retten! Jeder einzelne kann die letzte Chance für einen Leukämiepatienten sein.“

Genetische Gewebemerkmale sind für eine Stammzellspende entscheidend

Jetzt arbeiten die Experten im Labor der Stefan-Morsch-Stiftung daran, die Speichelproben der Ikea-Mitarbeiter aus Berlin auf die relevanten Merkmale zu analysieren und in der Datei zu speichern. Danach stehen sie für weltweite Suchanfragen von Patienten zur Verfügung zu stehen.

Zwei Entnahmemethoden für die Stammzellspende

Um die Stammzellen zu spenden, gibt es heute zwei Varianten: Bei der klassischen Methode der Knochenmarkspende entnehmen Mediziner die Stammzellen aus dem Beckenknochen. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Die zweite Methode ist die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Plasmaspende oder Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt. Dieser Botenstoff löst beim Spender im Vorfeld oft grippeähnliche Symptome – wie Kopf- und Gliederschmerzen aus. Diese verschwinden aber mit der Entnahme der Stammzellen.(az)

Online Lebensretter werden

Hier kann man sich auch online als möglicher Stammzellspender registrieren. Man füllt einfach online die Einwilligung aus und lässt sich per Post ein Registrierungsset für eine Speichelprobe zusenden. Das Set sendet man dann einfach wieder zurück an die Stefan-Morsch-Stiftung.