11. Oktober 2016

Chor setzt Zeichen für Leukämiekranke

Seit 30 Jahren leistet die Stefan-Morsch-Stiftung Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Diese Hilfe will der Kirchenchor Nacapella unterstützen und plant ein Benefizkonzert, am Sonntag, 30. Oktober, ab 17 Uhr, in der katholischen Pfarrkirche St. Barbara, Am Rilchenberg 19, Idar-Oberstein. Und wer sich als Stammzellspender registrieren möchte, hat am Samstag, 29. Oktober, neuapostolische Kirche, Hauptstraße 152,  die Gelegenheit dazu. Von 14 bis 16 Uhr können sich gesunde Erwachsene zwischen 18 und 40 Jahren, am roten Doppeldeckerbus der Spenderdatei als Lebensretter registrieren.
Auf dem Programm stehen geistliche Werke des 19. und 20. Jahrhunderts von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Arvo Pärt, Klaus Heizmann, William H. Monk und anderen. Der Eintritt ist frei, doch der Chor ruft zu Spenden zugunsten der gemeinnützigen Stiftung auf.

Jedes Jahr erkranken etwa 11 000 Menschen an Leukämie – allein in Deutschland. Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die letzte Chance. Das funktioniert jedoch nur, wenn sich  gesunde Spender als mögliche Lebensretter zur Verfügung stellen. In Spenderdateien wie der weltweit vernetzten Stefan-Morsch-Stiftung sind derzeit 27 Millionen Menschen registriert, nichtsdestotrotz ist es oft noch ein Glücksfall, wenn sich ein passender Spender findet. Diesem Glück wollen die Musiker durch diesen Aufruf auf die Sprünge helfen: „Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich die Chance, dass einem an Leukämie erkrankten Menschen mit Blutkrebs geholfen werden kann.“

Typisierung wird mit Spendengeldern finanziert

Eine Typisierung ist ganz einfach: Zunächst sollte man sich über die Stammzellspende informieren. In einem Gesundheitsfragebogen werden die wichtigsten Ausschlusskriterien abgefragt – etwa schwere Vorerkrankungen, starkes Übergewicht und die Zahl der Schwangerschaften. Ist der Fragebogen vollständig ausgefüllt und unterschrieben, wird eine kleine Blut- oder Speichelprobe abgenommen. Diese Probe wird im Labor der Stefan-Morsch-Stiftung analysiert und in der Spenderdatei der Stiftung gespeichert. Bei jeder Typisierung fallen Laborkosten von rund 40 Euro an, die mithilfe von Spendengeldern finanziert werden.

Sollten Sie noch Fragen haben – die Stefan-Morsch-Stiftung ist unter der gebührenfreien Hotline 08 00 – 766 77 24 oder über info@stefan-morsch-stiftung.de erreichbar. Auf der Homepage www.stefan-morsch-stiftung.de oder via Facebook kann man sich ebenfalls informieren.(az)