31. Juli 2018

Laufen und Lebensretter werden

„Zieht Turnschuhe an und lauft – für Leukämiekranke“, ruft Stammzellspender Thomas Bauer aus Lebach auf. In seiner Heimatstadt organisieren die Stadtverwaltung, die AWO Lebach und der Lauf- und Triathlonverein LTF Theeltal gemeinsam mit der Stefan-Morsch-Stiftung einen Benefizlauf: Am Freitag, 3. August, in der Fußgängerzone „Am Markt“, ab 18 Uhr. Wer gesund ist und nicht älter als 40 Jahre, kann sich als möglicher Lebensretter am Stand der Stiftung typisieren lassen.

Jeder kann helfen!

Laufen und was für Leukämiekranke tun – die Idee hatte Bürgermeister Brill, als er vom Typisierungsaufruf in Lebach für die damals neunjährige Lena hörte. Um den Benefizlauf zu realisieren, hat er sich die Sportler der Lauf- und Triathlonfreunde Theeltal und die AWO mit ins Boot geholt. Unter dem Motto „Ich bin dabei!“ kann jeder, der Turnschuhe hat, so viele 500 Meter-Runden spazieren, gehen, laufen oder fahren, wie er kann. Und wer nicht laufen möchte, kann trotzdem helfen, indem er Geld spendet oder sich typisieren lässt.

Laufen zugunsten der Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke

Neben Bambini-, zwei Schüler-, dem Promi- und dem Hauptlauf wird es auch einen Handicaplauf geben. Teilnehmer des Bambini- und der Schülerläufe bekommen einen Gutschein für ein Bällchen Eis von Eis Constantin. Die drei Läufer mit den meisten Runden beim Promi und Hauptlauf werden um 20 Uhr aud der Bühne des Kultursommers geehrt. Die teilnehmerstärksten Gruppen bei Schüler, Promi- und Hauptlauf werden mit einem Sachpreis belohnt. Teilnehmer am Bambini- und Handicaplauf starten kostenlos. Schüler bis U14 starten für 2 Euro. Für Läufer des Promi- und des Hauptlaufs beträgt das Startgeld 10 Euro. Der Erlös aus den Startgeldern wird an die Stefan-Morsch-Stiftung gespendet. Anmelden kann man sich unter www.ltf-theeltal.de und bis 10 Minuten vor dem Start.

Stammzellspender unterstützt Spendenlauf

„Stell dir vor, du hättest Leukämie. Nur eine Stammzelltransplantation kann dir helfen. Wie dankbar wärst du, wenn sich ein Mensch bereit erklärt, für dich zu spenden? Komm zum Spendenlauf und unterstütze die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke“, möchte Thomas Bauer motivieren. Der Schreiner weiß, die Typisierung ist ganz einfach: Man füllt einen Fragebogen aus und gibt eine Speichelprobe ab. Die wird dann im stiftungseigenen Labor in Birkenfeld auf die transplantationsrelevanten Daten analysiert. Kommt man nach Wochen, Monaten oder Jahren als Spender für einen Patienten in Frage, nehmen Mitarbeiter den Kontakt auf.

Bei Bauer hat nach sieben Jahren das Telefon geklingelt. Bevor er spenden durfte wurde er genau aufgeklärt und musste zur Voruntersuchung nach Birkenfeld fahren. Drei Monate später hat er gespendet. Um Stammzellen kann man auf zwei Arten spenden: Bei der klassischen Knochenmarkspende punktieren Ärzte den Beckenkamm des Spenders. Heute wird die zweite Variante, die sogenannte Apherese, am häufigsten angewendet: Ähnlich wie bei einer Plasmaspende werden die peripheren Blutstammzellen aus dem Blut gesammelt. So hat auch der zweifache Vater gespendet.

Jede Typisierung kann einem Patienten die Chance auf Leben geben

Mit der Stammzellspende sei es so, wie mit dem Rasieren am Morgen, fasst er seine Erfahrungen zusammen. „Beides kann auch mal weh tun. Aber es ist keine große Sache – nichts, wovor man Angst haben muss.“ Wer seine Hilfe benötigt, weiß er vor der Entnahme nicht. „Das spielt keine Rolle. Da ist jemand, der braucht Hilfe und ich habe sie ihm gegeben“, sagt er schlicht. Nach der Spende erfährt er, dass seine Spende für eine Frau in Polen bestimmt ist. „Typisieren lassen, findet er, sollte sich jeder, der dazu in der Lage ist: „Jede Typisierung kann einem Patienten die Chance auf Leben geben. Kommt zum Spendenlauf am Freitag, 3. August und unterstützt die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke!“ (az)

Weitere Informationen unter www.lebach.de und www.ltf-theeltal.de.

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