Eine unbeschwerte Kindheit – dieses Glück blieb der kleinen Laura (2) bisher verwehrt. Nachdem sie an der schweren Stoffwechselstörung Mukopolysaccharidose, kurz MPS, erkrankte, packten viele Hände an, um schnellstmöglich eine:n geeignete:n Stammzellspender:in zu finden. Zusammen mit der Stefan-Morsch-Stiftung, dem DRK Ortsverein Merzig und der Freiwilligen Feuerwehr riefen die Organisatoren im Mai vorletzten Jahres zu zahlreichen Typisierungsaktionen auf. Das Ziel: Laura eine Chance auf Leben geben.

Große Hilfsbereitschaft für kleine Laura
Die unermüdliche Arbeit zahlte sich schlussendlich aus – neben großzügigen Kuchen-, Sach- und Geldspenden registrierten sich allein bei der Typisierungsaktion in der Merziger Stadthalle über 150 neue potenzielle Stammzellspender:innen. Die erste gute Nachricht ließ danach nicht lange auf sich warten: es wurde ein:e passende:r Spender:in für Laura gefunden. Bereits Ende Mai durfte Laura nach Ulm, um die womöglich lebensrettende Behandlung anzutreten. Die Zeit danach? Nicht weniger herausfordernd, wie Lauras Mama berichtet: „Laura hat die Chemo und die Transplantation wirklich tapfer gemeistert. Leider war der Weg danach alles andere als leicht.“ Das transplantierte Immunsystem bekämpfte Lauras Organe. Wenn das passiert, spricht man von einer Graft-versus-Host-Disease, kurz GvHD. Hinzu kamen andere Infekte, welche die Familie vor weitere Herausforderungen stellte. Nachdem die letzten 11 Monate nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf emotionaler Ebene ein stetiges Auf und Ab bedeuteten, kann Laura nun das Krankenhaus hinter sich lassen.
Mit Zuversicht in die Zukunft
Obwohl der Start ins Leben für Laura alles andere als leicht war, konnte sie durch die Unterstützung ihrer Familie sowie vieler anderer hilfsbereiter Menschen alle Hürden erfolgreich meistern. „Laura geht es mittlerweile echt prima! Sie ist eine kleine Kämpferin und wir freuen uns riesig, dass sie ab Februar endlich in den Kindergarten gehen kann“, berichtet Lauras Mama glücklich. Im Schnee spielen, erste Freundschaften knüpfen und die Welt erkunden, all das steht nun im Vordergrund. Die Stefan-Morsch-Stiftung wünscht Laura und ihrer Familie alles Gute für die Zukunft!

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