Stammzellspender gesucht und gefunden
Es sind bereits Jahre vergangen. Bereits 2019 hat sich Moritz typisieren lassen, ohne große Erwartungen und „ohne wirklich damit zu rechnen, jemals gebraucht zu werden.“ Aber wenn man am wenigsten damit rechnet, kommt er, der Anruf der Stefan-Morsch-Stiftung. Als der heute 24-Jährige erfährt, dass er als potenzieller Stammzellspender infrage kommt und somit vielleicht jemandem das Leben retten kann, wird ihm schnell klar: „Das ist wichtig!“
Wenn die Nervosität vergeht…
Die Zeit vor der Spende ist für Moritz nicht immer ganz einfach. Die Gedanken schweifen immer wieder zu der Entnahme der Stammzellen. Genauer gesagt, ist es die vier- bis fünfstündige Entnahmezeit, die ihm leichte Sorgen bereitet. Aber die weitaus größere Herausforderung liegt in dem Verabreichen des Medikamentes. Dieses soll die Produktion der Stammzellen anregen und diese anschließend vom Knochenmark ins periphere Blut freisetzen. „Für jemanden wie mich, der kein Fan von Spritzen ist, war das definitiv eine kleine Überwindung.“
Trotz allem ist Moritz motiviert, seine Stammzellen an eine für ihn fremde Person zu spenden. Am Tag der Spende selbst dauert die Entnahme etwas mehr als vier Stunden. Die Zeit überbrückt er ganz pragmatisch mit einer Serie. „Rückblickend ging die Zeit schneller vorbei als gedacht“, erzählt er. Insgesamt verläuft alles reibungslos, und er fühlt sich jederzeit gut betreut.

…ist Raum für Hoffnung
Nach dem Abfallen der Nervosität und der Ankunft in den eigenen vier Wänden bleibt Zeit, Vergangenes zu reflektieren. Besonders bewegend war für Moritz der Gedanke an den Menschen, dem er helfen konnte. Seine Spende ging an einen Mann Mitte 50 aus den Niederlanden. „Für einen fremden Menschen Stammzellen zu spenden und die Chance zu bekommen, jemandem neue Hoffnung zu geben, war für mich ein sehr besonderes und bewegendes Erlebnis, das mich mit großem Stolz erfüllt.“
Ob er eines Tages Kontakt zu seinem Empfänger haben möchte, lässt Moritz bewusst offen. Für ihn steht aktuell etwas anderes im Mittelpunkt: „Für mich steht im Vordergrund, dass er sich erst einmal auf sich selbst und seine Genesung konzentrieren kann.“ Sollte später ein Kontakt entstehen, würde er sich aber freuen.
Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung
Moritz möchte anderen mit seiner Erfahrung Mut machen und sie dazu motivieren, auch zu potenziellen Lebensretter:innen zu werden: „Ich kann nur jeden ermutigen, sich typisieren zu lassen. Es ist nur ein kleiner Schritt – aber vielleicht genau der, der für einen anderen Menschen den Unterschied macht.“
Wenn du auch den Unterschied für einen anderen Menschen machen willst, kannst du den ersten Schritt gehen, indem du dich jetzt bei uns als Stammzellspender:in registrierst. Über unser Online-Formular kannst du dir schnell und einfach ein Registrierungsset zu dir nach Hause liefern lassen. Die Geschichte aus Moritz ’ Perspektive könnt ihr auf unserem Instagram-Kanal nachlesen.