Nele ist 20 Jahre alt und kommt aus Mecklenburg-Vorpommern. In ihrer Freizeit liebt sie es ins Fitnessstudio zu gehen und mit ihren Freund:innen Zeit zu verbringen. Besonders gerne ist sie mit ihnen auf Festivals und Konzerten unterwegs. Vor zwei Jahren wurde sie während ihrer Grundausbildung bei der Bundeswehr erstmals auf das Thema der Stammzellspende aufmerksam. Ohne lange zu überlegen, ließ sie sich direkt typisieren. Was sie damals noch nicht ahnen konnte – ihre Entscheidung sollte schon bald für einen schwerkranken Menschen lebenswichtig werden.
Genetischer Zwilling braucht dringend Hilfe
Es dauerte ungefähr ein Jahr, bis Nele den entscheidenden Anruf der Stefan-Morsch-Stiftung erhält. Grund des Anrufes waren natürlich ihre Gewebemerkmale, die mit denen eines Patienten / einer Patientin übereinstimmen. Als Nele erfuhr, dass sie mit einer Stammzellspende vielleicht das Leben ihres genetischen Zwillings retten kann, war für sie sofort klar, dass sie helfen möchte. Nach einer Blutabnahme und weiteren Voruntersuchung bekam sie schließlich grünes Licht für die Spende. Die Vorbereitung startete mit dem Spritzen eines körpereigenen Botenstoffs, der die Produktion der Stammzellen zunächst anregt und diese anschließend in die Blutbahn freigibt. Sowohl die Vorbereitungszeit als auch die eigentliche Stammzellspende verliefen reibungslos. Während des gesamten Prozesses fühlte sie sich bestens begleitet: „Sowohl durch die Stiftung als auch durch die Klinik fühlte ich mich super betreut.“
Die Spende selbst erfolgte per Apherese und dauerte etwa zweieinhalb Stunden. In diesem Zeitraum wurden ihre Stammzellen, ähnlich wie bei einer Dialyse, aus dem Blut herausgefiltert. Während das Blut danach wieder in den Körper zurückgeführt wurde, wurden die Stammzellen in einem Apparat gesammelt und anschließend für den Weitertransport vorbereitet. Am Tag nach der Spende erhielt Nele weitere Informationen über ihren genetischen Zwilling. Die Empfängerin ist ungefähr so alt wie ihre Mutter. Dieser Gedanke hat sie besonders bewegt. „Es bedeutet mir viel, zu wissen, dass ich vielleicht der Mutter eines anderen Menschen helfen konnte, wieder gesund zu werden.“

Zwischenmenschlicher Zusammenhalt
Für Nele war die Spende nicht nur eine persönliche Entscheidung, sondern auch eine Frage von Verantwortung und zwischenmenschlichem Zusammenhalt. Gerade ihr Beruf habe ihr noch einmal gezeigt, wie wichtig es sei, füreinander einzustehen. „Wir dienen Deutschland.“ – für Nele endet dieser Gedanke nicht mit dem Dienstschluss. Sie ist froh, ihren Beitrag geleistet zu haben und möchte mit ihrer Geschichte andere Menschen motivieren, sich ebenfalls typisieren zu lassen. „Zusammenhalt ist wichtig. Ihr könnt mir glauben, es lohnt sich.“
Ihre Botschaft ist klar: Blutkrebs kann jede:n treffen. Jede Registrierung kann Leben retten. „Jede:r trägt Verantwortung für sich selbst, aber besonders für die Menschen, die unsere Unterstützung brauchen.“
Wenn du dich wie Nele für andere Menschen einsetzen möchtest, kannst du dir über unser Online-Formular ein Registrierungsset zu dir nach Hause bestellen und vielleicht auch deinem genetischen Zwilling neue Hoffnung schenken. Auf unserem Instagram-Kanal kannst du die ganze Geschichte nochmal aus Nele’s Perspektive nachlesen.