13. April 2016

Pferdefreunde helfen Leukämiepatienten

„Pferde fliegen ohne Flügel und siegen ohne Schwert“, heißt es im Arabischen. Beim „Tag der offenen Stalltür 2016“ am Sonntag, 1. Mai, lädt der Reit-, Fahr-,  und Voltigierverein Burbach (RFVV) Reiter- und Pferdefreunde ein, den Vierbeinern mit den Samtschnauzen näher zu kommen. Gleichzeitig rufen die Vereinsmitglieder ihre Gäste auch auf, sich für Menschen in Not einzusetzen. Kooperationspartner ist deshalb unter anderem die Stefan-Morsch-Stiftung, die sich seit 30 Jahren für die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke einsetzt.
Zum bundesweiten Werbetag für Pferd und Pferdesport hat der Verein ein spannendes Programm zusammengestellt: Neben Reiter-Rallye und anderen Kennenlern-Angeboten, wird auch die Arbeit eines Hufschmiedes gezeigt. Außerdem sehen die Gäste Verkaufspferde und bekommen einen Überblick über das Reitsportzubehör. Die Allstars Chearleaders aus Niederhambach gehören ebenfalls zum Begleitprogramm. Wer zwischendurch Zeit hat, kann sich in das Team der Lebensretter bei der Stefan-Morsch-Stiftung aufnehmen lassen.

Jedes Jahr erkranken etwa 11 000 Menschen an Leukämie – allein in Deutschland. Viele davon sind Kinder oder Jugendliche. Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die letzte Chance. Das funktioniert jedoch nur, wenn sich  gesunde Spender als mögliche Lebensretter zur Verfügung stellen.  In Spenderdateien, wie der weltweit vernetzten Stefan-Morsch-Stiftung aus Birkenfeld, sind derzeit 27 Millionen Menschen registriert. Nichtsdestotrotz ist es oft noch ein Glücksfall, wenn sich ein passender Spender findet. Die Pferdefreunde aus dem Kreis Birkenfeld wollen dem Glück durch diesen Aufruf auf die Sprünge helfen: „Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich die Chance, dass einem an Leukämie erkrankten Menschen geholfen werden kann.“

Beim „Tag der offenen Stalltür“ am Sonntag, 1. Mai, ruft der Reit-, Fahr-, und Voltigierverein Burbach zur Typisierung bei der Stefan-Morsch-Stiftung auf. Foto: RFVV

Beim „Tag der offenen Stalltür“ am Sonntag, 1. Mai, ruft der Reit-, Fahr-, und Voltigierverein Burbach zur Typisierung bei der Stefan-Morsch-Stiftung auf. Foto: RFVV

Eine Typisierung ist ganz einfach: Zunächst sollte man sich über die Stammzellspende informieren. Am Tag der Typisierung werden in einem Gesundheitsfragebogen die wichtigsten Ausschlusskriterien abgefragt – etwa schwere Vorerkrankungen, starkes Übergewicht und die Zahl der Schwangerschaften. Auch das Alter spielt eine Rolle. Deshalb sollte man sich im Vorfeld über die Homepage der Stiftung informieren. Ist der Fragebogen vollständig ausgefüllt und unterschrieben, wird eine Speichelprobe abgenommen. Diese Probe wird im Labor der Stefan-Morsch-Stiftung analysiert und die für eine Transplantation wichtigen Gewebemerkmale (HLA-Werte) in der Spenderdatei der Stiftung gespeichert. Das bedeutet: Die HLA-Werte, das Alter und Geschlecht sowie weitere transplantationsrelevante Werte werden anonym hinterlegt. Gemeinsam mit der Spendernummer werden diese an das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) übermittelt, um für  weltweite Suchanfragen von  Patienten zur Verfügung zu stehen.

Emil Morsch, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, freut sich über das Engagement der Pferdesportler: „Eine solche Initiative trägt dazu bei, Menschenleben zu retten.“ Er freut sich, dass hier Pferde- und Menschenfreunde im Kampf gegen den Blutkrebs Hand in Hand arbeiten.

WAS IST EINE TYPISIERUNG? – LESEN SIE HIER NACH

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