16. Oktober 2018

Punkfestival setzt sich für Leukämiekranke ein

Mit Punkrock helfen? Nils Hinsberger, Pascal Rausch und ihre Freunde vom Verein Smalltown Events aus St. Wendel haben das schon zum dritten Mal gemacht: Beim „Punk for help“ Benefizfestival in Neunkirchen. In diesem Jahr spenden sie den Erlös aus Ticketverkauf und Tombola für Leukämie- und Tumorkranke. Sie haben auch dafür gesorgt, dass sich 22 Menschen als Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren ließen.

Festivalerlös wird gespendet

„Es hat alles gut geklappt, wir alle im Team sind zufrieden“, erzählt Pascal Rausch. Im Zentrum jedes „Punk for help“ Festivals steht für das Orga-Team immer, soziale Missstände aufzuzeigen, „und wir möchten darauf reagieren“, betont Nils Hinsberger. Den Festivalerlös spenden sie jedes Mal. Dabei haben sie sich ein großes Unterstützernetzwerk aufgebaut: Onlineshop Tante Guerilla managte Ticketverkauf, Musik-Labels wie Midsummer Records oder die Zeitschrift BlattTurbo schickten Pakete mit Merchandise für die Tombola, Saarbucks sorgte für veganen Imbiss und wird mit einem Teil des Erlöses die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke unterstützen.

Unterstützung aus Glasgow – „Music for help“

Das Netzwerk des Orgateams reicht bis nach Glasgow. Dort organisierten Freunde das „Music for help“ Festival, bei dem sie parallel zum „Punk for help“ zu Spenden aufriefen. „Andy McBride und Mick Hargan gefiel unsere Idee und sie wollen uns von Glasgow aus dabei unterstützen, anderen zu helfen“ erzählt Rausch. „Dort sind 625 Pfund in den Spendendosen gelandet“, freut er sich.

Spendengelder ermöglichen Hilfe für Leukämiekranke

Erst in den nächsten Tagen steht der Erlös des Festivals fest. Aber schon jetzt möchte Susanne Morsch, Vorstandsvorsitzende der gemeinnützigen Stiftung Danke sagen: „Es sind Ideen und Initiativen wie das „Punk for help“, die es möglich machen, dass wir Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke leisten können. Wir werden die Spendensumme direkt für die Neugewinnung von Spendern einsetzen. Bei jeder einzelnen Typisierung fallen Registrierungskosten von rund 40 Euro an, die wir mithilfe von Spendengeldern wie die des „Punk for help“ Festivals, finanzieren.“ Darüber hinaus bietet die Datei Patienten, die durch ihre Erkrankung in finanzielle Notlage geraten sind, Unterstützung an.

Die HLA-Merkmale müssen übereinstimmen

Im Labor der Stammzellspenderdatei aus Birkenfeld werden die 22 Speichelproben auf die sogenannten HLA-Merkmale untersucht. Im Idealfall müssen zehn dieser Werte mit denen eines Patienten übereinstimmen. Kommt man als Spender in die Auswahl, nehmen Mitarbeiter der Spenderdatei Kontakt auf.

Spenden kann man auf zwei Arten: Mittels der klassischen Knochenmarkentnahme oder mit der Entnahme peripherer Stammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt.