04. April 2016

Redboys Nussbach kicken für die Stefan-Morsch-Stiftung

Ihr Herz schlägt für die „Roten Teufel“. Doch ihre Beine stellen die Redboys Nussbach am Samstag, 25. Juni 2016, nicht auf den „Betze“ in Kaiserslautern, sondern kicken selbst, um Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke zu leisten. Oliver („Olli“) Gall, Vorsitzender des FCK-Fanclubs Redboys Nussbach (Kreis Kusel), ist gerade wieder dabei, Hobby- und Freizeitkicker für das Kleinfeldturnier beim SV Nussbach zusammenzutrommeln und in Zusammenarbeit mit der Stefan-Morsch-Stiftung einen Aufruf zur Typisierung als Stammzellspender zu starten.
Im Juni vergangenen Jahres hatte man zum Benefizturnier geladen:  Damals traten Mannschaften wie die Supporters 8.3, SpVgg Captain Morgan, Vet Concept oder die Bierrussia Fraktur an. Auch das Team „Lebensretter“ – das hauseigene Kickerteam der ältesten Stammzellspenderdatei Deutschlands  – leistete Beinarbeit im Landkreis Kusel.  Dieses Jahr sollen es mehr Mannschaften werden, wünscht sich „Olli“ Gall: „Ich lade die Mannschaften ein – egal ob Fans von 1860 München oder anderen Teams – mit uns zu kicken und Spaß zu haben. Wer Interesse hat kann sich über die Facebook-Fanpage der Redboys oder via Mail 1.fck-fanclub@red-boys-nussbach.com anmelden.“

Ihm liegt aber auch die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke am Herzen: Jedes Jahr erkranken etwa 11. 000 Menschen an Leukämie – allein in Deutschland. Viele davon sind Kinder oder Jugendliche. Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die letzte Chance. Das funktioniert jedoch nur, wenn sich  gesunde Spender als mögliche Lebensretter zur Verfügung stellen.  In Spenderdateien wie der weltweit vernetzten Stefan-Morsch-Stiftung sind derzeit 27 Millionen Menschen registriert, nichtsdestotrotz ist es oft noch ein Glücksfall, wenn sich ein passender Spender findet. Vergangenes Jahr haben die Redboys, aber auch die anderen teilnehmenden Teams große Solidarität dem, den Betroffenen gezeigt: Beim Kleinfeldturnier auf dem Gelände des SV Nussbach ließen sich rund 40 Spieler und Zuschauer registrieren.  Mannschaften spendeten zudem ihre Preisgelder, so kamen insgesamt fast 350 Euro an Geldspenden dazu.

Gall hatte damals erklärt: „Das wiederholen  wir!“. Denn er weiß:  „Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich die Chance, dass einem an Leukämie erkrankten Menschen mit Blutkrebs geholfen werden kann.“

Infos zu den Redboys Nussbach oder via Facebook

Wie wird man Mitglied im Team der Lebensretter?

Als „Typisierung“ bezeichnet man die Laborarbeiten, die für eine Aufnahme in die Stammzellspenderdatei notwendig sind, und die Registrierung der Daten. Nach entsprechender Aufklärung muss ein Spender schriftlich sein Einverständnis geben. Aus einer Speichelprobe werden die Gewebemerkmale im Labor bestimmt. Nach der Analyse werden diese Merkmale in der Spenderdatei – der Stefan-Morsch-Stiftung – gespeichert. Von dort werden sie anonym an das deutsche Zentralregister (ZKRD) übermittelt und stehen für weltweite Suchanfragen zur Verfügung.

Sie sind gesund und volljährig? Wenn Sie nicht älter als 40 Jahre sind, können Sie kostenlos typisiert werden. Für ältere Spender bittet die Stiftung um einen Beitrag in Höhe von 40 Euro zu den Typisierungskosten. Denn obwohl man bis zur Vollendung des 61. Lebensjahres in der Datei für weltweite Suchanfragen gespeichert ist, werden ältere Spender selten von den Transplantationskliniken ausgewählt – sofern mehrere kompatible Spender zur Verfügung stehen. Gleiches gilt für Frauen mit mehr als zwei Schwangerschaften (auch Fehlgeburten zählen dazu). Denn im Rahmen von Schwangerschaften können Antikörper gebildet werden, die nach heutigem Kenntnisstand den Transplantationserfolg gefährden können. Weitere Ausschlusskriterien lassen sich auf der Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-stiftung.de) nachlesen. Sollten Sie Fragen haben, rufen Sie die gebührenfreie Hotline der Stefan-Morsch-Stiftung 08 00 – 766 77 24 an.

Kommt es später dazu, dass man als Spender helfen kann, wird zu Ihrer Sicherheit ein umfassender Gesundheitscheckup durchgeführt. Die Mitarbeiter der Stefan-Morsch-Stiftung werden Sie kontaktieren. Sie beraten und begleiten Sie während der gesamten Vorbereitung auf die Stammzellspende. Der Verdienstausfall und alle anderen anfallenden Kosten werden von der Stiftung getragen oder der Krankenkasse des Patienten ersetzt.