Hoffen – Helfen – Heilen
03. Dezember 2022

Bundeswehrsoldat setzt sich für leukämiekranke Kanadierin ein

„Moin, mein Name ist Felix, ich bin 27 Jahre jung und komme aus dem schönen Wildeshausen in Niedersachsen. Ich war acht Jahre lang Zeitsoldat und absolviere derzeit mein Abitur an einer Bundeswehrfachschule.

Registriert habe ich mich 2014 während meiner Schulzeit. Ich hätte jedoch nie gedacht, dass tatsächlich das Telefon klingelt und ein Mensch meine Hilfe benötigt. Doch so kam es Mitte 2022. Zuerst waren weitere Untersuchungen nötig, um sicherzugehen, dass ich tatsächlich passe. Dazu musste ich mir Blut abnehmen lassen und einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen. Nach einigen Wochen bekam ich erneut einen Anruf von der Stiftung mit der Mitteilung, dass ich wirklich der optimale Spender bin. Die Gefühle sind schwer in Worte zu fassen: eine Mischung aus Aufregung, Stolz, aber auch ein wenig Angst vor dem Ungewissen. Ich hatte immer noch prägnant im Hinterkopf, dass es dem Menschen auf der anderen Seite durchaus schlechter geht als mir. Ohne zu zweifeln habe ich mich also dafür entschieden. Es folgte eine ausführliche Voruntersuchung und ein Aufklärungsgespräch an der Universitätsklinik Eppendorf. Außerdem wurde mir ein Medikament mitgegeben. Das musste ich mir in den Tagen vor der Spende selbst spritzen, um die Stammzellproduktion im Körper anzuregen.

 

Stammzellspender Felix trainiert in Bundeswehrausrüstung Klimmzüge. Im Hintergrund warten Kameraden.

Die Entnahme an sich lief äußerst routiniert ab und dauerte vier Stunden. Die Stammzellen werden über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gewonnen. Die Ärztin oder der Arzt legt dazu jeweils einen Zugang in beide Armvenen, ähnlich einer Blutspende. Daher sind kaum Schmerzen entstanden. Lediglich die Langeweile war eine Herausforderung für mich.

Im Nachgang habe ich erfahren, dass die Empfängerin aus Kanada stammt. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass sie diese schwere Zeit durchsteht und ich sie irgendwann einmal kennenlernen darf. Die Spende ist ein minimaler Aufwand für einen selbst. Bitte registriert euch ebenfalls, nutzt die Chance, jemanden zu retten – denn Leben ist das höchste Gut!“

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