Tobias ist 27 Jahre alt und interessiert sich besonders für Motorsport sowie Film- und Videografie. Immer an seiner Seite sind dabei seine Frau und seine zwei Hunde. Vor fünf Jahren entscheidet er sich für eine Registrierung als potenzieller Stammzellspender. Jetzt ist Tobias vom Stammzellspender zum potenziellen Lebensretter geworden.
Kein Freund von Nadeln
Nach dem Anruf der Stefan-Morsch-Stiftung geht der Alltag für Tobias normal weiter: „Vor der Spende war für mich eigentlich alles so wie immer“, sagt der 27-Jährige lässig. Allerdings muss er zugeben, dass man kurz vor der Spende dann doch leicht nervös wird: „weil es ja doch ein aufregendes Thema ist“. Auch das Verabreichen des Botenstoffes ist für Tobias kein Problem. Der Botenstoff sorgt für eine Anregung der Stammzellproduktion, ein wichtiger Schritt in der Vorbereitungszeit. Am Tag seiner Entnahme fährt Tobias nach Köln und wird vor Ort ein letztes Mal medizinisch aufgeklärt. Die Mitarbeitenden von Cellex beschreibt er als „super kompetent“. Die Stammzellentnahme erfolgt per Apherese, was mit einer Blutspende vergleichbar ist. Ein Zugang entnimmt sein Blut und führt es in ein Gerät. Dieses filtert und sammelt die Stammzellen aus dem Blut. Ein zweiter Zugang führt das restliche Blut zurück in den Kreislauf. Obwohl sich Tobias selbst nicht als einen Freund von Nadeln betitelt, verläuft die Spende problemlos.

Was bleibt, ist Hoffnung
Im Nachgang hat Tobias nur eine Hoffnung: „Ich hoffe, dass meinem Empfänger oder meiner Empfängerin auch damit wirklich geholfen werden konnte (…).“ Noch am Tag der Entnahme fliegen seine Stammzellen per Direktflug nach Schweden. Dort wartet sein genetischer Zwilling, ein Mann Anfang 60. Leicht verblüfft ist der 27-Jährige über das internationale Netzwerk: „Ich fand es sehr interessant, dass die Stefan-Morsch-Stiftung doch auf einer so globalen Ebene interagiert.“
Krya på dig
In seinem Video, welches auf unserem Instagram-Kanal zu finden ist, wünscht Tobias seinem Empfänger am Ende krya på dig und formt mit seinen Händen ein Herz. Das ist Schwedisch und bedeutet so viel wie ‚Gute Besserung‘. Rückblickend fasst er seine Erfahrung mit den Worten „Verantwortung, Aufregung und Nadeln“ zusammen. Beim Wort Nadeln schmunzelt Tobias ein wenig. Jetzt möchte er andere ebenfalls dazu motivieren, vielleicht einmal ein Leben zu retten: „Ich kann nur jedem Einzelnen ans Herz legen, sich ebenfalls für die Stammzellspende anzumelden.“
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