25. September 2018

Viele Schritte für Leukämiepatienten

1600 Wanderer sind beim Megamarsch von Köln in die Eifel gestartet. Nach 24 Stunden und 100 Kilometern haben es 423 bis ins Ziel geschafft. Unter ihnen Sascha Carstensen und seine Freunde Alexandra Decker und Julia Arpogaus, die gemeinsam mit Martin Schäfer zu Spenden zugunsten der Stefan-Morsch-Stiftung aufriefen. Mehr als 1200 Euro sind bis jetzt auf dem Spendenkonto der gemeinnützigen Stiftung eingegangen.

Jeder Schritt der Hilfe für Leukämiekranke gewidmet

24 Stunden Regen und Kälte, 11 Stunden Dunkelheit, steile Aufstiege, Mitwanderer, die unter Wärmeplanen am Wegrand von DRK-Helfern und Sanitätern betreut und behandelt wurden – was Sascha Carstensen und seine Freunde mit dem Megamarsch über 100 Kilometer auf sich genommen haben, wird ihnen erst bewusst, als sie im Ziel ankommen. „Wir sind alle noch nie mehr als 30 Kilometer gewandert. Es war leichtsinnig, dass wir uns da angemeldet haben. Ohne einander und ohne Manuel Decker, der uns an den Verpflegungsstationen mit Spaghetti, Rindfleischeintopf, Kaffee, trockenen Kleidern und Schuhen und ganz viel seelischem Beistand unterstützte, hätte es keiner von uns geschafft“, fasst Sascha Carstensen zusammen. Bis Kilometer 70 hatte jeder der Dreien mal kürzer oder länger Gedanken, das Projekt vorzeitig zu beenden. Nach rund 40 Kilometern musste Martin Schäfer aufgeben: „Er hatte sich komplett überanstrengt.“ Stolz auf die Leistung scheint sich erst ganz langsam bei Carstensen einzustellen: „Durchgefroren, patschnass, erschöpft aber glücklich sind wir im Ziel angekommen und haben die Finisher-Medaille in Empfang genommen“, erzählt er. Dann ging es schnell in den warmen Betreuungsbus und zurück nach Birkenfeld.

Dass so viele Menschen den Leiter der Rolling Cooks und seine Freunde unterstützt haben und ihrem Aufruf zu Geldspenden an die Birkenfelder Stammzellspenderdatei gefolgt sind, freut ihn. „Das ist richtig toll! Das ist für uns vier nicht nur ein großartiges Feedback. Ich möchte mich mit dem Aufruf so bei der Stiftung für die Begleitung während der Leukämieerkrankung meines Vaters bedanken.“

Stiftung unterstützt Patienten im finanziellen Notfall

Die Stefan-Morsch-Stiftung hilft bei der Vermittlung von Kliniken oder Ärzten, berät aber auch den Patienten nach der Transplantation. Zudem gibt sie im Notfall finanzielle Hilfen. So können ungedeckte Kosten des Patienten, die durch eine Leukämie-Erkrankung entstanden sind und zu einer wirtschaftlichen Notlage geführt haben, übernommen werden. Neben der Förderung von Forschungsvorhaben, wird das Geld aber vorwiegend bei der Registrierung neuer Stammzellspender eingesetzt. Für die Neuaufnahme eines Spenders entstehen der Stefan-Morsch-Stiftung Kosten in Höhe von mehr als 40 Euro: „Die Geldspenden helfen uns dabei, dass Menschen, die an Blutkrebs leiden, eine Chance auf Leben bekommen.“ (az)

Wer Sascha Carstensen und seinem Team für diese Leistung Respekt und Anerkennung schenken möchte, kann unter dem Stichwort „Megamarsch“ auf das Konto der Stefan-Morsch-Stiftung Geld spenden: Kreissparkasse Birkenfeld, IBAN: DE76 5625 0030 0000 2222 24, BIC-SWIFT: BILADE55XXX

Mehr Infos zum Megamarsch: www.megamarsch.de