Hoffen – Helfen – Heilen

Mit dem Thema „Stammzellenspende“ hatte ich mich zugegebenermaßen in der Vergangenheit nie so richtig beschäftigt. Erst als im Nachbardorf ein Spender für einen kleinen an Leukämie erkrankten Jungen gesucht wurde, habe ich mich mit dem Thema näher auseinander gesetzt. Für mich stand danach sehr schnell der Entschluss fest, ich werde dem Hilfeaufruf folgen und mich typisieren lassen. Am 12. Oktober 2014 war es dann soweit. Bei einer groß angelegten Typisierungsaktion konnte ich mich mit einer kleinen Blutentnahme „registrieren“ lassen. Danach habe ich erst einmal nichts mehr gehört. Im November des darauffolgenden Jahres kam jedoch dann unerwartet ein Anruf von der Stefan-Morsch-Stiftung. In dem Telefonat wurde mir mitgeteilt, dass ich evtl. als potentieller Spender für einen Patienten in Frage käme und ob ich noch bereit wäre zu spenden. Ohne groß zu Überlegen signalisierte ich sofort, dass ich nach wie vor für eine Entnahme bereitstehen würde. Und so kam es dann, dass ich zu einer Erstuntersuchung für den 5. Januar 2016 nach Birkenfeld eingeladen wurde. Nachdem feststand, dass ich als passender Spender in Frage käme, wurden alle weiteren Maßnahmen eingeleitet. Nach ein paar Komplikationen bei dem Empfänger musste der Entnahmetermin zweimal verschoben werden. Am 16. März 2016 war es aber dann soweit – die Entnahme wurde durchgeführt. An diesem Tag wurde mir auch mitgeteilt, dass die entnommenen Stammzellen in die USA gingen. Dort wartete eine 28 jährige junge Frau dringend auf diese Zellen.
Seit der Spende sind nun ein paar Monate vergangen und ich muss noch jetzt sehr oft an die Empfängerin und an ihre Familie denken. Dabei drehen sich meine Gedanken immer wieder um die eine Frage: Hat sie es bis heute gut überstanden? In einiger Zeit werde ich es erfahren. Bis dahin bleibt mir nur, ihr das aller Beste zu wünschen.

Emotional war und ist es ein sehr bewegendes Erlebnis. Denn eines ist sicher, egal wie es ausgeht, ich konnte einer jungen Frau neue Hoffnung auf Leben geben und das wird mir immer in bleibender Erinnerung sein.

Vor, während und nach der Entnahme wurde ich immer erstklassig von dem Team der Stefan-Morsch-Stiftung betreut. Hier ergeht auch einen besonderen Dank an Frau Heck, Fr. Hieronymus, die Doktoren Fr. Himmel und Fr. Wolf sowie den Menschen, die im Hintergrund arbeiten. Ohne ihre Arbeit gäbe es für eine Menschen keine zweite Chance auf ein neues Leben. Vielen Dank hierfür.

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