Hoffen – Helfen – Heilen

Egor Funk

Egor Funk, 19 Jahre, aus Fürstenfeldbruck hat Stammzellen gespendet. Seine Überzeugung: ein geringer Aufwand mit einem wichtigen Effekt:

„Ich habe mich während der Grundausbildung bei der Bundeswehr als möglicher Stammzellspender bei der Stiftung registriert. Kurz danach wurde ich dann kontaktiert, weil ich tatsächlich in Frage kam. In den Tagen vor der Entnahme musste ich mir ein Medikament spritzen, um genügend Stammzellen für den Empfänger zu bilden. Beim ersten Mal konnte ich mich nicht dazu bringen, es selbst zu tun. Das hat ein Kamerad übernommen. Als ich gemerkt habe, dass es überhaupt nicht weh tut, habe ich es selbst gemacht. Als Nebenwirkung kann man Kopf- und Rückenschmerzen bekommen, wie bei einer Grippe. Das habe ich direkt ab dem nächsten Tag gemerkt.

Die Entnahme selber war entspannt, außer, dass ich Nadeln überhaupt nicht ab kann. Ich war über einen Zugang in jedem Arm an ein Gerät angeschlossen, dass die Stammzellen aus dem Blut gefiltert hat. Ich habe mich mit Musik abgelenkt und versucht, mich zu entspannen. Mit knapp über fünf Stunden hat es doch sehr lange gedauert. Es war schon anstrengend, so lange ruhig zu liegen. Richtig essen darf man dabei nicht, nur Kleinigkeiten wie Butterbrezeln oder Bananen, was mir die Mitarbeiter im Entnahmezentrum zwischendurch vorbeigebracht haben.

Ich wusste vor meiner Spende nicht, wer die Stammzellen empfängt. Erst danach erfährt man, ob der Patient männlich oder weiblich ist, das ungefähre Alter und sein Land. Ich wünsche der Person das Beste im Leben und eine gute Genesung. Ich hoffe sehr, dass ich ihm mit der Stammzellspende helfen konnte und dass er noch ein langes, glückliches Leben haben kann.

Ich empfehle jedem, der das hier liest, sich auch zu typisieren. Es ist für einen selber ein geringer Aufwand, um möglicherweise jemandem das Leben zu retten, beziehungsweise dabei zu unterstützen. Jeder registrierte Spender erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass man ein Match findet und vielleicht ist man ja eines Tages selbst darauf angewiesen oder jemand, den man kennt.“

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