Hoffen – Helfen – Heilen

Ich habe mich im August 2008 bei einer Massenspendeaktion beteiligt, da ein Freund aus meiner Fußballmannschaft an Leukämie erkrankt war. Mein Freund ist heute wieder gesund und hat durch eine Spende überlebt. Ca. 5 Monate vor der Entnahme wurde ich angerufen und über die Spende ausführlich informiert. Ich habe mich erst ruhig verhalten, da es erst eine Vorauswahl war. Nachdem die Spende konkreter wurde, habe ich mein Umfeld von der Aktion unterrichtet. Also relativ spät. Generell reagierten alle positiv, einige, die Rückenmark mit Knochenmark verwechselten, waren skeptisch. Wenigen war nicht klar, was eine Spende für Auswirkungen hat. Ich war vor der Spende und erst recht nach der Spende sehr stolz auf mich und besonders auf die Menschen, die den Stein ins Rollen gebracht haben. Damit meine ich die Forscher, die unterstützende Industrie und natürlich das ganze Stefan-Morsch-Stiftung-Team.
Die Voruntersuchung stellte ich mir erst wie eine Musterung zum Wehrdienst vor. Mit viel Wartezeit, kühler Atmosphäre und Massenabfertigung. Das Gegenteil war der Fall. Ich wurde sehr herzlich behandelt, sodass ich in meiner Entscheidung bestärkt wurde. Mit den Infos und der Betreuung war ich sehr zufrieden. Es müsste aber in der Werbung klarer gemacht werden, dass die Blutstammzellspende heutzutage häufiger angewendet wird als die Knochenmarkspende.

Ich habe mich dann für die Blutstammzellspende entscheiden, weil keine Narkose erforderlich war. Die Spende verlief problemlos. Nach ca. drei bis vier Stunden war sie abgeschlossen. Ich hatte kein Kribbel-Gefühl oder sonstige Nebenwirkungen. Habe mir in der Zeit ein Urlaubsvideo angeschaut und konnte so super entspannen. Auch hier war die Betreuung makellos. Jeder hat sich sehr herzlich um mich gekümmert. Auf solche eine Betreuung kann eine Stiftung nur stolz sein.

Am nächsten Tag konnte ich wieder zur Arbeit gehen und hatte nach der Entnahme keine Beschwerden. Ich würde jederzeit wieder spenden.