Hoffen – Helfen – Heilen

Henrike

„Hallo, ich heiße Henrike und bin 18 Jahre alt. Ich komme aus dem schönen Saarland, wo ich zusammen mit meinen großen Brüdern und Eltern aufgewachsen bin. Im Juli 2022 habe ich mein Abitur erfolgreich abgeschlossen und absolviere jetzt ein FSJ im Labor an der Uni des Saarlandes.

Bereits seit fünf Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich im Deutschen Roten Kreuz, wo ich das Helfen als Beitrag zur Gesellschaft und gleichzeitig persönliche Erfüllung in völlig neuem Ausmaß kennengelernt habe. In diesem Zuge habe ich mich bereits mit 16 Jahren bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren lassen und dann kurz nach meinem 18. Geburtstag die Anfrage zur Stammzellspende erhalten. Natürlich war die Vorfreude groß!

Eine junge Frau mit dunklen Haaren steht in einem Laborkittel fotografiert ihr Spiegelbild mit einem Handy.

Die Spende an sich war dann tatsächlich weniger ‘Grey’s anatomy-ich-rette-jetzt-ein-Leben‚-spektakulär, sondern eher ‘Ich-spende-wirklich-seeeeeehr-lange-Blut-und-muss-dabei-super-dringend-Pipi‘-mäßig. Bei dem doch anstrengenden Prozess, der zwischen drei und fünf Stunden dauert, hielt der Gedanke an den Empfänger mein Durchhaltevermögen aufrecht.

Ich denke ziemlich oft an meinen Empfänger. Ich habe mir ein ganz genaues Bild zu ihm ausgedacht: In meiner Vorstellung heißt er Daniel. Er ist Vater von drei Mädchen, spielt gerne Basketball und arbeitet als Versicherungsvertreter. Dabei werde ich vielleicht nie erfahren, ob ein Aspekt davon stimmt, da die Stiftung aus Datenschutzgründen nur sehr knappe Angaben geben darf. So oder so macht mich die Vorstellung stolz, irgendjemandes Vater, Freund, Bruder oder Arbeitskollegen geholfen zu haben.

Ich kann euch also nur ermutigen, einen kleinen Abstrich im Mund zu machen – einfacher kann Leben retten kaum sein.
Halt‘ durch, Daniel – ich hab‘ alles gegeben. :)“

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