Hoffen – Helfen – Heilen

Robin Meese

Jeder verdient die Chance auf Leben – mit dieser Überzeugung hat Robin (28) Stammzellen für einen 55-Jährigen gespendet, der in den USA gegen Leukämie kämpft:

„Wer der Patient ist, spielt für mich keine Rolle. Ich habe mich gefragt: Was wäre, wenn es mich treffen würde? Ich hoffe, dass der Mann weiterleben und noch viele schöne Momente erleben kann.

Ich arbeite in Dortmund als IT-Berater. In meiner Freizeit fahre ich sehr gerne Motorrad, BMX und Downhill – oder treffe mich in gemütlicher Runde mit meinen Freunden. Da meine Eltern schon seit ich denken kann Blut spenden, war das für mich auch naheliegend. Ich bin regelmäßig im Blutspendezentrum Gelsenkirchen. In meinen Augen ist das kein großer Akt. Sollte ich einmal einen Unfall haben und auf eine Blutspende angewiesen sein, wäre ich auch froh darüber, dass es so engagierte Menschen gibt. Bei einem dieser Termine war auch ein Mitarbeiter der Stefan-Morsch-Stiftung und hat mich angesprochen. Da habe ich mich typisiert. Vor einer Weile hat sich die Stiftung dann gemeldet, weil meine genetischen Merkmale zu denen eines Patienten passen.

Die Stammzellentnahme war ambulant und an sich entspannt. Das Fachpersonal in Düsseldorf hat sich sehr gut um mich gekümmert. Nur die Tage vor der Spende waren für mich anstrengend. Denn ich musste mir ein Medikament spritzen, dass die Stammzellbildung ankurbelt. Ich hatte bereits am ersten Tag Nebenwirkungen – fühlte sich an wie bei einer Grippe. Wirklich blöd waren die Rückenschmerzen. Die habe ich noch zwei Tage nach der Spende gemerkt. Die Ärztin vor Ort sagte mir, dass das eine normale Reaktion ist, die bei manchen auftritt. Im Entnahmezentrum saß ein anderer Spender neben mir. Er hatte jedoch keinerlei Nebenwirkungen. Das zeigt, dass wohl jeder ein bisschen anders darauf reagiert.

Jeder sollte sich fragen: Was wäre, wenn man selbst eine Spende bräuchte. Oder: Wenn es jemanden trifft, den man liebt? Frau, Mann, Geschwister oder gute Freunde. Man würde sicher nicht wollen, dass diese Menschen keine Chance bekommen weiterzuleben. Deswegen: Lasst euch typisieren und rettet Leben.’’

Hier kann man sich gleich online als potenzielle:r Stammzellspender:in registrieren.