14. Juni 2016

Altenpflegeschüler setzen Hoffnungszeichen gegen Blutkrebs

Die Azubis der Altenpflegeschule am Caritas Bildungswerk in Rheine (Kreis Steinfurt) sind Helfer durch und durch. Das zeigten sie bei der Typisierungsaktion, die sie mit der Stefan-Morsch-Stiftung, Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke, organisierten – unterstützt von Mitarbeiterin Beate Hattrup. 50 Auszubildende, Umschulende und Mitarbeiter des Bildungszentrums registrierten sich als Stammzellspender, um irgendwann einem Blutkrebspatienten die Chance auf Leben schenken zu können.
Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland etwa 11 000 Menschen an bösartigen Blutkrankheiten wie etwa der Leukämie. Reicht die Behandlung mit einer Chemotherapie oder Bestrahlung nicht aus, ist die Übertragung  gesunder Blutstammzellen die einzige Hoffnung auf Leben. Eine solche Transplantation ist aber nur möglich, wenn sich ein passender Stammzell- bzw. Knochenmarkspender zur Verfügung stellt, der die gleichen genetischen Merkmale hat, wie der Patient. Nahezu täglich sind Teams der gemeinnützigen Stiftung aus dem rheinland-pfälzischen Birkenfeld bundesweit unterwegs, um über das Thema Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke aufzuklären und die Registrierung als potenzieller Lebensretter in der Datei anzubieten.

„Ich fand den Gedanken einer Typisierung super“

Die Idee eines Schülers brachte die Hilfsaktion am Caritas Bildungswerk ins Rollen. „Ich fand den Gedanken einer Typisierung am Bildungszentrum super und habe das sofort aufgegriffen und bei der Stefan-Morsch-Stiftung angerufen“, erzählt Beate Hattrup. Sie freut sich, dass die Aktion am Bildungswerk so gut ankam.

Als Typisierung bezeichnet man die eigentlichen Laborarbeiten, die für eine Aufnahme in die Stammzellspenderdatei notwendig sind. Aus einer Blut oder Speichelprobe  werden die benötigten HLA-Gewebemerkmale im Labor bestimmt und in der Datei gespeichert. Kommt man als Spender für einen Leukämiepatienten in Frage, nimmt die Stefan-Morsch-Stiftung Kontakt auf. Stammzellen spenden kann man auf zwei Arten: Bei der klassischen Methode der Knochenmarkentnahme wird durch eine Punktion des Beckenkamms das Knochenmark entnommen – niemals aus dem Rückenmark. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Die zweite Methode – und die weitaus häufigste – ist die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt.

Emil Morsch, Vorstandsvorsitzender der Birkenfelder Stiftung freut sich über die 50 neuen Lebensretter: „Jede einzelne Registrierung erhöht die Chance, im internationalen Netzwerk der Leukämiehilfe für Patienten passende Spender zu finden.“

Weitere Informationen über die Leukämie- und Tumorhilfe: www.stefan-morsch-stiftung.de. Über die gebührenfreien Hotline 08 00 – 766 77 24 ist die Stefan-Morsch-Stiftung erreichbar, ebenso via Facebook oder über info@stefan-morsch-stiftung.de.(az)

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