Häufig gestellte Fragen

Hier teilen wir die häufig gestellten Fragen vieler Lebensretter, Patienten und Interessierten und unsere Antworten mit Ihnen. So erfahren Sie, wie einfach es ist, sich bei der Stefan-Morsch-Stiftung zu registrieren und potenzieller Lebensretter zu werden. Außerdem erzählen wir Ihnen mehr über Voraussetzungen, Ablauf und Risiken der Spende.

Wie funktioniert die Registrierung?

Sie können sich ganz einfach online bei uns registrieren. In unserem » Registrierungsformular können Sie in wenigen Schritten Ihre Daten eintragen und Ihr Entnahmeset anfordern. Unmittelbar danach, bekommen Sie ein Päckchen zugesendet. Entnehmen Sie sich die benötigte Speichelprobe und schicken sie an uns zurück. Im » HLA-Labor der Stefan-Morsch-Stiftung wird Ihre Probe typisiert, abschließend werden Ihre HLA-Merkmale in unsere Stammzellspenderdatei eingetragen. Jetzt sind Sie als potenzieller Lebensretter registriert!

Jetzt online registrieren

Sie können sich aber auch gerne bei einer öffentlichen Typisierungsaktion in Ihrer Nähe registrieren.

Wer darf Spender werden?

Grundsätzlich kann sich jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren als Stammzellspender registrieren lassen. Bei entsprechender Gesundheit können Sie bis zum 61. Geburtstag als Stammzellspender zur Verfügung stehen. Danach müssen wir Sie leider aus unserer Datenbank löschen.

Mit dem Einverständnis der Eltern können Sie sich bereits ab 16 Jahren registrieren lassen. Bei der weltweiten Suche nach Stammzellspendern werden Sie allerdings erst mit 18 Jahren berücksichtigt.

Hinweis: Die Registrierung bei der Stefan-Morsch-Stiftung ist ausschließlich für Personen mit Wohnsitz in Deutschland oder Luxemburg oder einer der beiden Staatsbürgerschaften möglich. Potentielle Spender, die diese Kriterien nicht erfüllen, können sich an die jeweiligen nationalen Stammzellspenderregister wenden. Eine Liste der nationalen Register finden Sie unter hier.

Wer darf nicht spenden?

Falls Sie bereits in einer anderen Spenderdatei registriert sind, ist eine erneute Aufnahme nicht erforderlich, da im „Zentralen Knochenmarkspender-Register Deutschland“ (ZKRD) alle Spender aus den deutschen Stammzellspenderdateien in pseudonymisierter Form zusammenlaufen. Falls Sie unter chronischen Erkrankungen oder anderen schweren Erkrankungen leiden oder regelmäßig Medikamente einnehmen, empfiehlt sich eine Rücksprache mit der Stefan-Morsch-Stiftung.

Wichtige Ausschlusskriterien:

  •  Gewicht unter 50 Kilogramm
  •  Starkes Übergewicht, d.h. Body Mass Index (BMI) > 40 (BMI = Gewicht / Körpergröße²)
  •  Schwere neurologische oder psychische Erkrankung
  •  Systemische Autoimmunerkrankungen oder andere schwere chronische Erkrankungen (z.B. Diabetes, Rheuma)
  •  Krebserkrankung (auch ausgeheilte in der Vorgeschichte)
  •  Suchterkrankungen (Alkohol, Drogen, Medikamente)
  •  Schwere Herz-Kreislauferkrankung
  •  Schwere Lungenerkrankung
  •  Schwere Nierenerkrankung
  •  Schwere Stoffwechselstörung
  •  Schwere tropische Infektionskrankheiten, insbesondere Malaria
  •  Infektion mit HIV, Hepatitis B oder C und Syphilis
  •  Krankheiten des Blutes oder des Immunsystems

Folgende Erkrankungen stellen keine Probleme dar, unter der Voraussetzung der jeweiligen Anmerkungen (in Klammern):

  • Vergrößerte Schilddrüse/ Schilddrüsenunterfunktion/ Hashimoto-Thyreoiditis
    (Stabil und beschwerdefrei; auch bei Einnahme von Schilddrüsenhormonen
    oder Jodid; kein Morbus Basedow)
  •  Bluthochdruck (Stabil und gut eingestellt)
  • Heuschnupfen und leichtes Asthma (ohne Anfälle), Nahrungsmittelallergie
  • Unipolare Depressionen (keine Einschränkung im Alltag)
  • Eisenmangelanämie (gut mit Eisentabletten behandelbar)
  • Basaliome und Gebärmutterhalskrebs in Situ (nach vollständiger Entfernung)

Was passiert nach der Registrierung?

Ihre Daten stehen in pseudonymisierter Form für die weltweite Suche nach Stammzellspendern für Leukämiepatienten zur Verfügung. Sollte Sie für einen Patienten infrage kommen, werden Sie umgehend von uns kontaktiet.

Daher ist es wichtig, dass Ihre Daten immer auf dem aktuellsten Stand sind.

 

Bestätigungstypisierung (CT)

Bei der Bestätigungstypisierung (CT) werden Ihre Gewebemerkmale noch einmal bestätigt und Ihr Blut auf Infektionskrankheiten (u. a. HIV und Hepatitis) untersucht und Ihre Blutgruppe mit Rhesusfaktor bestimmt. Um mögliche aktuelle Ausschlusskriterien für eine Spende frühzeitig zu erkennen, erhalten Sie einen ausführlichen Gesundheitsfragebogen von uns. Erst nach diesen Untersuchungen kann das Transplantationszentrum die finale Entscheidung über den idealen Spender für den Patienten fällen.

Welche Entnahmeformen gibt es?

Stammzellentnahme aus dem Knochenmark
Eine Variante ist die Entnahme von Stammzellen aus dem Knochenmark. Hierbei wird in einem Entnahmezentrum stationär (Aufenthalt: i.d.R. 3 Tage bzw. 2 Nächte) der Beckenknochen unter Vollnarkose punktiert und die Stammzellen werden direkt aus dem Knochenmark entnommen. Es wird niemals aus dem Rückenmark entnommen!

Stammzellentnahme aus dem peripheren Blut
In der zweiten Variante erfolgt erfolgt die Stammzellentnahme jedoch ambulant in einem Zeitraum von 3-5 Stunden. Diese Entnahme-Form nennt man Apherese. Hierbei gewinnt man die zur Transplantation erforderlichen Stammzellen aus dem Blut des Stammzellspenders. Dem Stammzellspender wird über ca. 4 Tage ein körpereigener Botenstoff verabreicht. Dieses Medikament (G-CSF), das unter die Haut gespritzt wird, stimuliert die Produktion der Stammzellen, die dann aus dem Knochenmark in das periphere Blut übertreten. Hierbei können grippeähnliche Nebenwirkungen auftreten. Die Symptome klingen nach der Spende rasch ab. Über Zentrifugation werden die Blutzellen getrennt und die Stammzellen abgesammelt. In wenigen Fällen muss die Entnahme am zweiten Tag wiederholt werden. Die Spende erfolgt ambulant, ein stationärer Aufenthalt ist nicht erforderlich.

Das „größte“ Risiko der Knochenmarkspende ist die Narkose. Das Knochenmark regeneriert sich nach der Entnahme meistens innerhalb von zwei bis vier Wochen vollständig. In dieser Zeit kann ein lokaler Wundschmerz vorkommen, der an eine Prellung erinnert. In den seltensten Fällen hält der Schmerz länger an.

Bitte beachten Sie: Grundsätzlich sollten Sie zu beiden Methoden bereit sein. Natürlich versuchen wir Ihre Wünsche zu berücksichtigen. Allerdings müssen wir uns bei der Art der Entnahme nach dem gesundheitlichen Zustand des Patienten richten. Je nachdem kann es vorkommen, dass eine der Methoden aus medizinischen Gründen ausgeschlossen oder bevorzugt werden muss.

Kann ich mir die Entnahmeform der Stammzellspende aussuchen?

Wir versuchen selbstverständlich, Ihre Wünsche zu berücksichtigen. Bitte beachten Sie allerdings: Wir müssen uns bei der Entnahmeform nach dem Gesundheitszustand des Patienten richten. Daher kann es in einigen Fällen vorkommen, dass wir eine Entnahmeform aus medizinischen Gründen ausschließen oder bevorzugen müssen.

Habe ich nach der Spende weniger Stammzellen?

Die Stammzellspende ist mit einer Blutspende vergleichbar: Der Körper bildet die Stammzellen innerhalb von etwa zwei Wochen nach. Somit kommt es zu keinem dauerhaften Verlust Ihrer Stammzellen.

Ich will wissen, wie es meinem Patienten geht. Darf ich ihn kennenlernen?

Grundsätzlich müssen für ein Treffen sowohl Spender als auch Empfänger einverstanden sein. Ist dies der Fall, ist unter Beachtung datenschutzrechtlicher Bestimmungen ein Treffen nach frühestens 2 Jahren nach Spende möglich.

Über den Zustand des Patienten nach Transplantation können Sie sich jederzeit bei uns informieren.
Hinweis: Im Ausland gibt es deutliche Unterschiede in der Gesetzgebung. Dementsprechend kommt es im Einzelfall auf die Bestimmungen des jeweiligen Landes des Empfängers an.

Die schönsten Geschichten aus unserer Tätigkeit und zusätzliche Infos können Sie hier nachlesen.

Kann ein potenzieller Spender von seiner zugesagten Spende zurücktreten?

Grundsätzlich sollten Sie bei der Registrierung zu 100 Prozent hinter Ihrer Spendenbereitschaft stehen. Diese können Sie jedoch jederzeit zurückziehen. Wir respektieren Ihre Entscheidung in jedem Fall.

Bitte beachten Sie jedoch: Erteilen Sie Ihre Zusage jedoch kurz vor der eigentlichen Transplantation, bereiten die Ärzte den Patienten für die Stammzelltransplantation vor. Ab diesem Zeitpunkt ist der Patient auf Ihre Stammzellen angewiesen und kann ohne Übertragung dieser nicht überleben.

Bin ich als Spender abgesichert?

Alle Personen, die sich im Interesse anderer oder der Allgemeinheit einsetzen, werden durch die gesetzliche Unfallversicherung automatisch geschützt. Dieser Schutz gilt ohne gesonderte Versicherung, unter anderem für Blutspender sowie Spender körpereigener Gewebe, also auch für Sie als Spender. Desweiteren gibt es für jeden Spender, der den Spendenprozess durchläuft, eine Spenderversicherung bei der Stefan-Morsch-Stiftung.

Werde ich zur Spende krankgeschrieben und wie reagieren Arbeitgeber?

Im Falle einer Stammzellspende wird Ihr Arbeitgeber von der Stefan-Morsch-Stiftung kontaktiert. Außerdem erhalten Sie von uns eine Bescheinigung zur Vorlage bei Ihrem Arbeitgeber, indem wir darum bitten, Sie für die Zeiträume der Voruntersuchung sowie der Entnahme freizustellen. Unsere langjährige Erfahrung zeigt: Arbeitgeber reagieren sehr positiv darauf, wenn ein Mitarbeiter zur Stammzellspende gebeten wird.

Bei der peripheren Stammzellspende sind Sie normalerweise ein bis zwei Tage arbeitsunfähig. Sollte doch eine Krankschreibung notwendig sein, kann diese einfach vom Hausarzt bescheinigt werden.

Bei der Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm dauert der eigentliche Eingriff zwar nur eine Stunde, allerdings sind Sie etwa drei Tage im Krankenhaus. Als Vorsichtsmaßnahme erfolgt in den meisten Fällen eine Krankschreibung für einige Tage.

Kann man mehrmals Stammzellen spenden?

Die Stammzellen bilden sich innerhalb weniger Wochen nach der Spende wieder nach. Daher ist es möglich, mehrfach zu spenden. Dennoch achten wir darauf, dass Sie so wenig wie möglich belastet werden, da es zu Rückfällen bei dem Patienten kommen kann, für den Sie gespendet haben. Für diesen Fall reservieren wir Sie für denselben Patienten und schützen Sie gleichzeitig vor Mehrfachspenden.

Was ist eine Familien-, was eine Fremdspende?

Behandelnde Kliniken prüfen den Patienten zunächst, ob sich Geschwister als Spender eignen. In Deutschland findet sich allerdings nur in etwa 30 Prozent der Fälle ein Spender innerhalb der Familie. Ist dies nicht der Fall, wird die Suche auf weitere Verwandtschaft ausgeweitet.

Findet sich dann immer noch kein Spender, kommen auch nicht verwandte Spender, sogenannte Fremdspender, in Frage. Die behandelnde Klinik erhält die pseudonymisierten Daten der geeigneten Spender vom „Zentralen Knochenmarkspender-Register Deutschland“ (ZKRD).

Was ist, wenn ich schwanger werde oder bin?

Sie können sich problemlos während Ihrer Schwangerschaft bei uns registrieren lassen, vorausgesetzt Sie erfüllen die anderen Voraussetzungen zur Spendeneignung. Wenn Sie schwanger sind, informieren Sie uns bitte und sagen uns Ihren voraussichtlichen Entbindungstermin. Ab diesem Zeitpunkt werden Sie von uns für die Dauer der Schwangerschaft (sowie für weitere 6 Monate Still- und Erholungszeit) als potenzielle Stammzellspenderin gesperrt. Nach dieser Sperre sind Sie wieder für Anfragen freigegeben, außer wir hören etwas anderes von Ihnen.

Die Stammzellen Ihres Kindes können Sie übrigens gemeinnützig einlagern. Informieren Sie sich über die Verwendung von Nabelschnurblut bei unserem Kooperationspartner Stiftung Knochenmarkspende Bayern.

Was ist eine GvHD (Graft versus host-Reaktion)?

Bei der GvHD richtet sich das transplantierte Immunsystem gegen die Organe des Empfängers. Es kann zu einer lebensbedrohlichen Abwehrreaktion führen. Das Risiko, eine GvHD zu entwickeln, hängt eng mit der Übereinstimmung der HLA-Merkmale zwischen Spender- und Empfänger zusammen. Weitere auslösende Faktoren sind bei weiblichen Spendern die Anzahl der Schwangerschaften. Obwohl die GvHD bei allogenen Stammzell-oder Knochenmarktransplantationen ein großes Risiko darstellt, kann eine leichte GvHD dem Empfänger auch nutzen. T-Zellen des Transplantats zerstören dann verbliebene Tumorzellen des Patienten. Dies nennt man Graft-versus-Leukemia-Effekt (GvL).

Welche Risiken gibt es bei einer Stammzell- bzw. Knochenmarktransplantation?

Grundsätzlich erfolgt vor der Spende eine ausführliche Erklärung sowie eine eingehende Untersuchung des Spenders, um eine Gesundheitsgefährdung auszuschließen. Erst wenn diese Untersuchungen abgeschlossen sind, wird der Spender zur Entnahme freigegeben.

Risiken bei Stammzellentnahme aus dem Knochenmark
Die Entnahme erfolgt in der Regel aus dem Beckenkamm – nicht aus dem Rückenmark! Entnommenes Knochenmark regeneriert sich beim Spender innerhalb von etwa zwei Wochen. Kleinere Punktionsstellen am Gesäß vernarben. Das eigentliche Risiko der Entnahme ist das gleiche wie bei jeder Vollnarkose, da diese ein gewisses Risiko mit sich bringt. Bei gesunden Spendern ist die Gefahr ernster Komplikationen sehr gering. Auch weil wir zur Sicherheit jeden Spender vorab einer medizinischen Prüfung unterziehen. An der Entnahmestelle können sich Blutergüsse bilden und Schmerzen über wenige Tage auftreten. Manche Spender reagieren auf die Vollnarkose mit Übelkeit. Wie bei jeder anderen kleinen Wunde auch besteht ein Infektionsrisiko.

Periphere Blutstammzellentnahme
Heutzutage in etwa 80 Prozent der Fällen die übliche Stammzellentnahme. Im Vorfeld werden dem Körper Wachstumsfaktoren (G-CSF) zugeführt. Mögliche Nebenwirkungen dieses Stoffes: grippeartige Symptome und Knochenschmerzen. Dabei ist die Ausprägung von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche spüren überhaupt nichts, andere berichten von grippeähnlichen Nebenwirkungen. Mehr zum Ablauf der Entnahmemethoden erfahren Sie hier.

Was hat es mit der Stammzellgewinnung aus Nabelschnurblut auf sich?

In 97 Prozent aller Fälle wird nach der Geburt das Blut, das sich nach Abnabelung noch in der Nabelschnur und Plazenta befindet, ungenutzt weggeworfen. Dabei können Stammzellen aus Nabelschnurblut Menschen helfen, die an Krankheiten leiden, bei denen die eigenen Stammzellen nicht mehr richtig funktionieren oder von Krebszellen verdrängt wurden. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern können Sie das wertvolle Nabelschnurblut nach Ihrer Schwangerschaft aufheben.

Ich bin bereits bei einer anderen Datei registriert. Kann ich mich zusätzlich bei der Stefan-Morsch-Stiftung eintragen lassen?

Durch die Zusammenführung aller deutschen Spenderdateien im „Zentralen Knochenmarkspender-Register Deutschland“ (ZKRD) ist es nicht nötig, sich doppelt zu registrieren. Ihre Daten werden pseudonymisiert für den weltweiten Spendersuchlauf zur Verfügung gestellt. Eine zweite Registrierung ist daher überflüssig und führt nur zu unnötigen Mehrkosten.

Wie sicher sind meine Daten?

Für jeden unserer Mitarbeiter ist der Datenschutz unserer Spender so heilig wie der eigene. Deswegen achten wir natürlich besonders auf den Schutz Ihrer personenbezogenen Daten.

Die Stefan-Morsch-Stiftung erhebt, verarbeitet und nutzt Ihre personenbezogenen Daten entsprechend Ihres Einverständnisses nur (soweit gesetzlich zulässig und notwendig), um geeignete Spender zu finden.

Ihre persönlichen Daten werden nur bei der Stefan-Morsch-Stiftung gespeichert. Lediglich die spenderrelevanten Daten wie HLA-Gewerbemerkmale, Alter sowie Geschlecht werden mit Ihrer Spendernummer an Suchregister wie das Zentrale Knochenmarkspender-Register (ZKRD) weitergegeben, um einen geeigneten Spender zu finden. Sie bleiben dabei anonym.

Wann wird die Stammzelltransplantation angewendet?

Stammzelltransplantationen werden bei Patienten angewendet, die unter Erkrankungen des blutbildenden Systems leiden. Dazu gehören insbesondere verschiedene Formen von Leukämie und Lymphknotenkrebs bei Kindern und Erwachsenen, schwere aplastische Anämie, schwere angeborene Immundefekte sowie verschiedene Erkrankungen der roten Blutkörperchen. In den häufigsten Fällen wird die Stammzelltransplantation jedoch bei Blutkrebs durchgeführt.

Was sind die ersten Anzeichen für die erfolgreiche Stammzellspende?

Zwischen zwei und vier Wochen nach der Stammzellspende gibt der Anstieg weißer Blutkörperchen beim Patienten erste Anhaltspunkte, ob gesunde Blutzellen gebildet werden. Dabei ist das bei der Transplantation der peripheren Blutstammzellen häufig schneller der Fall als bei der Übertragung von Stammzellen aus dem Knochenmark. Grundsätzlich steigt die Chance auf ein zweites Leben mit dem Anstieg der weißen Blutkörperchen.

Was passiert, wenn kein geeigneter Spender gefunden wird?

Dann versuchen die Ärzte, dem Patienten durch andere Behandlungsformen zu helfen. Je nach Art der Erkrankung sind das meistens Chemo- oder Strahlentherapien. Bei vielen Patienten ist jedoch die Stammzelltransplantation die einzige Behandlungsmethode mit Heilungsaussicht.

Wie lange dauert eine Spendersuche?

Die Dauer der Spendersuche ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Denn entscheidend für eine Transplantation ist die Übereinstimmung der HLA-Merkmale. Je nachdem, wie häufig die für den Patienten relevanten HLA-Merkmale in der Bevölkerung vertreten sind, kann die Suche bereits nach ein bis zwei Monaten abgeschlossen werden. Allerdings gibt es auch Fälle, in denen es deutlich länger dauert. Um sicherzustellen, dass jeder Patient schnell einen Spender findet, müssen wir erst so viele potenzielle Lebensretter wie möglich finden und registrieren.

Wie sind die Erfolgsaussichten der Spendersuche?

Grundsätzlich findet sich heute in neun von zehn Fällen mindestens ein Spender. In manchen Fällen finden wir sogar gleich mehrere, wodurch wir uns den Spender mit der größten Erfolgswahrscheinlichkeit aussuchen können. Problematisch ist aber der zehnte Patient, der keinen Spender findet. Deswegen ist es besonders wichtig, so viele neue Spender wie möglich aufzunehmen: Je mehr Lebensretter registriert sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für jeden Patienten auch einen zu finden.

Warum fragt die Stefan-Morsch-Stiftung nach finanzieller Unterstützung durch Spenden?

Je mehr Spender sich registrieren, desto höher ist logischerweise die Heilungschance für jeden einzelnen Patienten. Daher wollen wir so vielen potenziellen Spendern die Typisierung kostenlos anbieten. Dies funktioniert allerdings nicht ohne Hilfe, denn: Für jede Registrierung fallen für uns Kosten in Höhe von ca. 40 Euro an. Um diese und viele weitere Kosten (wie Unterstützung von Krebsforschung, Blutanalysen im HLA-Labor, Begleitung und Betreuung der Patienten und Spender, Unterstützung privater Initiativen und Typisierungsaktionen sowie Bereitstellung von Kommunikationsmaterial) zu stemmen, sind wir auf finanzielle Unterstützung von Sponsoren und Einzelpersonen angewiesen.

Wir sind für jede Spende dankbar! Auch ein für Sie kleiner Betrag ist für uns schon ein großer Beitrag im Kampf gegen den Blutkrebs.

Wie finanziert sich die Stefan-Morsch-Stiftung?

Die Stefan-Morsch-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung, die zum einen durch Geldspenden von Unternehmen und Privatpersonen unterstützt wird. Zum anderen erhalten wir teilweise Kostenerstattungen von Krankenkassen zurück (u.a. für Pflege der Datei, Durchführung der Laboruntersuchungen sowie die Organisation der Stammzellentnahmen).

Erhalte ich eine Spendenbescheinigung für meine Geldspende?

Bei Spenden bis 200 Euro gilt der Überweisungsbeleg als Steuerbeleg. Ab Spenden von mehr als 200 Euro stellen wir Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt aus.

Warum bezahlt die Stiftung Typisierungen nur für Personen bis 40 Jahren?

Als gemeinnützige Organisation setzt die Stefan-Morsch-Stiftung erhaltene Spendengelder verantwortungsbewusst und zur Erfüllung ihres Zwecks ein: für möglichst jeden Patienten einen Spender finden. Pro Registrierung fallen Kosten in Höhe von etwa 40 Euro an.

Diese Typisierungskosten werden durch Spendengelder finanziert. Da statistische Auswertungen gezeigt haben, dass bestimmte Personengruppen mit einer vergleichsweise sehr hohen Wahrscheinlichkeit als Spender ausgewählt werden, müssen wir uns auf diese konzentrieren. Das heißt, dass Personen ab 40 und Frauen mit mehr als zwei Schwangerschaften ihre Typisierungskosten selbst tragen müssen. Ansonsten könnten wir insgesamt keine kostenlose Registrierung mehr ermöglichen. Bitte haben Sie Verständnis dafür. Warum bestimmte Personengruppen eher als Spender geeignet sind als andere, erklärt Experte Dr. Harald Biersack in einem Interview zum Thema Spendeneignung heute und damals.

Warum bezahlt die Krankenkasse meine Typisierung nicht?

Krankenkassen dürfen laut den Bestimmungen im Sozialgesetzbuch V (SGB V) ausschließlich die Behandlungskosten zur Genesung tragen. Kommen Sie als Spender in Frage, übernimmt die Krankenkasse des Patienten alle weiteren Kosten, die durch eine eventuelle Stammzelltransplantation entstehen.

Deswegen sind wir bei der Stefan-Morsch-Stiftung sehr bemüht, für den Großteil der potenziellen Spender die Typisierungskosten zu übernehmen. Bitte beachten Sie, dass das nur für Personen bis maximal 40 Jahre gilt. Alle anderen Personen bitten wir, ihre Kosten für die Typisierung selbst zu übernehmen.

Wie kann ich meine Kontodaten ändern?

Ihre neuen Bankdaten können Sie uns ganz bequem und unkompliziert per E-Mail oder per Kontaktformular mitteilen.

Bietet die Stefan-Morsch-Stiftung auch Arbeitsplätze an?

Die Stefan-Morsch-Stiftung bietet ein vielfältiges Jobangebot mit abwechslungsreichen Tätigkeiten. Neben dem medizinischen Bereich in Birkenfeld (Laborfachleute, Ärzte, anderes medizinisches Personal) werden auch immer wieder Verwaltungsexperten, die sich um die Spenderdatei kümmern, gesucht. Die Stefan-Morsch-Stiftung legt sehr viel Wert auf qualifizierte Aus- und Weiterbildung. Da in der großen Arbeitsfamilie ein tolles Arbeitsklima herrscht, sollten Bewerber ein hohes Maß an sozialen Kompetenzen, Teamfähigkeit und guter Kommunikation mit sich bringen. Weitere Informationen zu Arbeiten bei der Stefan-Morsch-Stiftung und offene Stellen finden Sie unter Stefan-Morsch-Stiftung als Arbeitgeber.

Freiwilliges soziales Jahr, Bundesfreiwilligendienst, Praktikum

Für alle, die ihre Zeit zwischen Schule und Studium bzw. Arbeit sinnvoll überbrücken oder in einen sozialen Beruf reinschnuppern wollen, bietet die Stefan-Morsch-Stiftung Stellen für Praktikanten, FSJler und Teilnehmer des Bundesfreiwilligendienstes an.

Ehrenamt

Jeder Verein, jede gemeinnützige Organisation, jede Stiftung lebt von ihren motivierten und zuverlässigen Helfern, die leidenschaftlich einen Teil ihrer Freizeit für den guten Zweck opfern. Das ist bei unserer familiären Stefan-Morsch-Stiftung genauso. Deswegen sind wir für jeden dankbar, der uns ehrenamtlich unterstützen will. In unserer großen Familie ist auch Platz für Sie!