Stefan-Morsch-Stiftung und die SKD Deutschland

Die Stefan-Morsch-Stiftung war 1986 die erste deutsche Stammzell- bzw. Knochenmarkspenderdatei in Deutschland. In den ersten Jahren war die Arbeit der Stiftung stark durch die Suche und Vermittlung von geeigneten Stammzellspendern sowie die Weitervermittlung von Patienten an ausländische Kliniken geprägt. Ebenso mussten damals die Verhandlungen zur Kostenübernahme mit den Krankenkassen geführt werden. Spendersuchen und Transplantationen im Ausland mussten vorfinanziert und anschließend mit den Krankenkassen abgerechnet werden.

Im Lauf der Jahre entstanden aus vielen privaten Initiativen weitere Dateien und der Wunsch nach einem deutschen Zentralregister für Stammzellspender. So wurde vor mehr als 20 Jahren mit der Unterstützung der Stefan-Morsch-Stiftung das ZKRD, das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland, in Ulm gegründet. Damit wurde und wird bis heute sichergestellt, dass alle weltweiten Suchanfragen für passende Stammzellspender hier zentral bearbeitet werden können – ein schnelles und effektives System.

Gründung der SKD – Stiftung Knochenmark- & Stammzellspende Deutschland

Zeitgleich wollte man die Aufklärung über die Chancen und Risiken der Stammzell- bzw. Knochenmarkspende vorantreiben und die Bedingungen für die Knochenmark- und Blutstammzellspende verbessern. Aus diesem Grund haben sich im Jahr 1999 mehrere kooperierende Dateien, wie auch die Stefan-Morsch-Stiftung, zur Gründung der Stiftung Knochenmark- & Stammzellspende Deutschland (SKD) zusammengefunden.

Derzeit vereinigt die Stiftung Knochenmark- & Stammzellspende Deutschland 24 Mitgliedsdateien unter ihrem Dach und repräsentiert auf dieser breiten Basis die Vielfalt der Knochenmark- und Stammzellspenderdateien gegenüber Politik und Verwaltung.

Über 2,1 Millionen Stammzellspender ermöglichen der SKD eine effektive Lobbyarbeit. Dazu zählen Gespräche mit dem GKV-Spitzenverband ebenso wie die Mitarbeit in unterschiedlichen Fachgremien zur Erarbeitung und Verbesserung allgemeingültiger Richtlinien zu den wichtigsten Arbeitspunkten.

Als starker Partner für Stammzellspender und Patienten betreibt die SKD Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit, räumt Vorurteile aus und vertritt die Interessen von Patienten und Stammzellspendern in der Öffentlichkeit sowie gegenüber Politik und Krankenkassen.

Als Gründungsmitglied ist die Stefan-Morsch-Stiftung sowohl im Kuratorium als auch im Vorstand der SKD vertreten. Seit 2010 stellt sie mit Susanne Morsch die Vorstandsvorsitzende der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland.