Entnahmeformen

Mit der Übertragung von Stammzellen bekommen Leukämie- bzw. Tumorkranke ein neues blutbildendes System. Diese Stammzellen befinden sich im Knochenmark und produzieren verschiedene Blutkörperchen, die dann in den Blutkreislauf abgegeben werden und dort unter anderem für das Immunsystem verantwortlich sind. Eine Spende zur späteren Transplantation von fremden (allogenen) Stammzellen kann grundsätzlich auf zwei Wegen erfolgen:

Eine Variante ist die Entnahme von Stammzellen aus dem Knochenmark. Hierbei wird in einem Entnahmezentrum stationär (Aufenthalt: i.d.R. 3 Tage bzw. 2 Nächte) der Beckenknochen unter Vollnarkose punktiert und die Stammzellen werden direkt aus dem Knochenmark entnommen. Es wird niemals aus dem Rückenmark entnommen!

In der zweiten Variante erfolgt erfolgt die Stammzellentnahme jedoch ambulant in einem Zeitraum von 3-5 Stunden. Diese Entnahme-Form nennt man Apherese. Hierbei gewinnt man die zur Transplantation erforderlichen Stammzellen aus dem Blut des Stammzellspenders. Dem Stammzellspender wird über ca. 4 Tage ein körpereigener Botenstoff verabreicht. Dieses Medikament (G-CSF), das unter die Haut gespritzt wird, stimuliert die Produktion der Stammzellen, die dann aus dem Knochenmark in das periphere Blut übertreten. Hierbei können grippeähnliche Nebenwirkungen auftreten. Die Symptome klingen nach der Spende rasch ab. Über Zentrifugation werden die Blutzellen getrennt und die Stammzellen abgesammelt. In wenigen Fällen muss die Entnahme am zweiten Tag wiederholt werden. Die Spende erfolgt ambulant, ein stationärer Aufenthalt ist nicht erforderlich.