Hoffen – Helfen – Heilen
24. Juni 2021

Edeka Sörup sucht Lebensretter:in für Kristina

Mitarbeiter:innen rufen für leukämiekranke Kollegin zur Drive-in-Typisierung am 18. Juli auf

Wegen starker Schmerzen nach der Corona-Impfung geht Kristina ins Krankenhaus. Was dort festgestellt wird, stellt das Leben der 44-Jährigen auf den Kopf: Leukämie. Schnell ist klar, nur eine Stammzelltransplantation kann ihr helfen zu überleben. Um sie zu retten, rufen nun ihre Kolleg:innen gemeinsam mit ihrer Familie und der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands erster Stammzellspenderdatei, zur Typisierung als Spender auf: am Sonntag, den 18. Juli, von 12 bis 17 Uhr, auf dem Edeka-Parkplatz in Sörup, Bahnhofstraße 40.

Foto: Alisha Rittmeyer

Kollegen stehen für leukämiekranke Kristina zusammen

„Wieso passiert so etwas?“ ist der erste Gedanke, der Kristinas Chef Volker Carstensen durch den Kopf schießt, als sie ihm am Telefon die Diagnose mitteilt: „Vor zwei Jahren hat ihr Mann einem fremden Leukämiepatienten mit einer Stammzellspende geholfen – jetzt braucht sie dringend selbst eine. Kristina ist eine langjährige, sehr beliebte Mitarbeiterin, die alle unsere Kunden kennt. Eine Kämpfernatur und fest entschlossen, die Krankheit in die Knie zu zwingen. Das gesamte Kollegium und ich möchten ihr und ihrer Familie zur Seite stehen und suchen deshalb den Spender, der sie retten kann“, erklärt der 54-jährige Inhaber des Edeka-Marktes in Sörup. Doch damit nicht genug, auch mit einer Spende über 3.000 Euro zugunsten der Stiftung möchte Volker Carstensen die Hilfe für Leukämie-Patienten wie Kristina fördern. Bürgermeister Dieter Stoltmann unterstützt den Hilfeaufruf in Sörup ebenfalls: „Eine Typisierung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass für Kristina ein:e geeignete:r Stammzellspender:in gefunden werden kann. Bitte helfen Sie, Freunde und Bekannte mit und lassen sich typisieren. Ich danke allen, die mitmachen von ganzem Herzen!“

Die Suche nach Kristinas Lebensretter ähnelt der nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen. Anders als zum Beispiel bei einer Blutspende, ist es gar nicht so einfach, einen passenden Spender zu finden, denn die genetischen Gewebemerkmale müssen übereinstimmen. Je mehr Menschen sich also am 18. Juli auf dem Edeka-Gelände in die Datei der Stefan-Morsch-Stiftung aufnehmen lassen, umso besser stehen die Chancen, dass ein ‚genetischer Zwilling‘ für Kristina gefunden wird. Die Stiftung mit Sitz im rheinland-pfälzischen Birkenfeld ist Pionier in der Vermittlung von Spendern für Betroffene weltweit. In diesem Jahr feiert die gemeinnützige Organisation ihr 35-jähriges Jubiläum.

Typisierung vor Ort unter Hygiene-Auflagen möglich

Die aktuellen Pandemie-Auflagen stellen besondere Herausforderungen an die Organisatoren – denn der Kontakt unter Helfern und Besuchern soll möglichst gering bleiben: „Die Typisierung wird ablaufen, wie man es von einem Drive-in kennt. Die Kamerad:innen der Freiwilligen Feuerwehr Sörup unterstützen uns dabei tatkräftig. Gleichzeitig stehen wir persönlich für alle Fragen vor Ort zur Verfügung“, beschreibt Fabian Korb von der Stefan-Morsch-Stiftung. Man muss eine Einwilligungserklärung ausfüllen und sich unter Anleitung eine Speichelprobe entnehmen. „Wir haben ein detailliertes Hygienekonzept erstellt, um unter den gegebenen Auflagen für alle Beteiligten sichere Abläufe zu ermöglichen. Wenn sich die Corona-Auflagen ändern, werden wir die Prozesse vor Ort entsprechend anpassen“, so Korb weiter. Gesunde Erwachsene bis 60 Jahre und Jugendliche ab 16 (mit dem Einverständnis der Sorgeberechtigten) können sich in die Datei aufnehmen lassen. Für die bis 40-Jährigen ist das gratis, denn die entstehenden Kosten von je 40 Euro finanziert die Stiftung mit Hilfe von Geldspenden. Wer älter als 40 ist, kommt aus medizinischen Gründen nur selten als Spender in Frage und wird deshalb gebeten, für die Kosten selbst aufzukommen. Unter www.stefan-morsch-stiftung.de gibt es viele Hintergrundinformationen, auch über mögliche Ausschlusskriterien. Wer sich nicht typisieren lassen darf oder möchte, kann mit einer Geldspende trotzdem helfen: um die Registrierungskosten der Stiftung zu decken, aber auch um Betroffene zu unterstützen, die aufgrund der Erkrankung in eine finanzielle Notlage gekommen sind.

„Bitte wartet nicht, bis es einen Leukämiefall in eurem Umfeld gibt, sondern nutzt die Gelegenheit am 18. Juli und registriert euch als Stammzellspender. Bitte helft unserer Kristina und anderen Betroffenen“, appelliert Edeka-Chef Volker Carstensen.

Spendenkonto der Stefan-Morsch-Stiftung: DE76 5625 0030 0000 2222 24, BIC: BILADE55XXX, Kreissparkasse Birkenfeld, Stichwort: Hilfe für Kristina

 

Du kannst dich am 18. Juli nicht vor Ort registrieren? Dann lass dich online als mögliche:r Spender:in in unserer Datei aufnehmen. Einfach hier klicken und du kommst direkt zu unser Online-Typisierungsformular

Ansprechpartner

Fabian Korb
Spendergewinnung
T: +49 6782 9933-98
F: +49 6782 9933-5598
E-Mail schreiben