11. Januar 2016

"Fack ju Friedhelm" hat 210 neue Lebensretter gefunden

Wut, Trauer, Angst – Wer die Diagnose Leukämie bzw. einer Erkrankung des lymphatischen Systems bekommt, hat viele Gefühle. Der Aufruf „Fack yu Friedhelm“ hat all diesen Gefühlen ein Schlagwort gegeben. Am Sonntag, 10. Januar 2016, wurde deshalb ein Fest  organisiert – eine Gelegenheit das Leben zu feiern und zu retten. Denn dahinter steckt eine Frau, die selbst erkrankt ist, und gemeinsam mit der Stefan-Morsch-Stiftung Menschen dazu motivieren will, sich als Stammzellspender zur Verfügung zu stellen. 210 Menschen haben sich typisieren lassen – Das sind 210 neue Chancen, Leben zu retten!
Die Geschichte dahinter ist eine von 11.000 Geschichten, die jedes Jahr in Deutschland so oder so ähnlich passieren. Eine junge Frau aus Neunkirchen im Saarland, 30 Jahre alt, erkrankt an einer Krankheit des lymphatischen Systems. Irgendwann nachdem Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, ist klar: Eine Stammzellspende eines fremden Spenders mit den gleichen Gewebemerkmalen ist notwendig. Die Suche läuft an. Das heißt auch: Warten! Das ist aber nicht das „Ding“ dieser Frau. Sie will Leben: Tanzen, Freunde treffen, Job, Verein, Familie, Sport. Das war und ist ihr wichtig. Mit Freunden, mit der Familie reden, hilft. Das Fazit: „Scheiß-Krankheit! Da müssen wir etwas dagegen machen!“ Jetzt nennt sie die Krankheit „Friedhelm“. Der Name ist aus der Mode gekommen und das sollten Krankheiten wie ihre oder der Blutkrebs auch allmählich.

„Friedhelm“ kann man leichter fluchen, wenn man wütend ist, als irgendeinen lateinischen Fachausdruck, der doch nur sagt, dass das Leben und alles, was man liebt, bedroht sind. Hinter „Fuck ju Friedhelm“ stehen viele Geschichten. Eine Geschichte ist nun auch die der Typisierungsaktion in Neunkirchen: Denn viele haben geholfen. Die Einen weil sie sich typisieren ließen. Die Anderen weil Sie Geld gespendet haben wie etwa die Firma HaRa. Oder Andere, die für die gute Sache genäht, gebacken oder Musik gemacht haben wie Elements – Modern Unplugged Music, Blingpoint oder The Shortsbreads. Weitere Unterstützer waren die Madco GmbH, die  Neunkirchener Karnevalisten von der KG „Heijo Hopp – Die Scheib“ e.V. und vom KV Eulenspiegel Furpach und die Borussia Neunkirchen, die den Aufruf auf ihrer Homepage veröffentlicht hatten.

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