16. Juni 2016

Loni Mohrs Geburtstageschenke sollen Leben retten

Loni Mohr  aus Freisen-Eitzweiler (Kreis St. Wendel) hat vor kurzem ihren 70. Geburtstag gefeiert. Ihre Gäste hat sie gebeten, ihr statt Geschenken eine Spende anzuvertrauen. Im Hinterkopf hatte die Freisenerin  die Stefan-Morsch-Stiftung, die seit 30 Jahren ganz konkrete Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke leistet. 700 Euro sind so zusammengekommen.
Deshalb sind Loni Mohr und ihre Freundin Doris Kunz vor wenigen Tagen nach Birkenfeld gereist – nicht nur um dem Vorstandsvorsitzenden der Birkenfelder Stiftung, Emil Morsch, das Geld zu überreichen. Die Jubilarin hat sich auch darüber informiert, wie die Stiftung arbeitet und wofür die Spendengelder verwendet werden.

Die gemeinnützige Stiftung kennt Loni Mohr schon aus der Zeit als Stefan Morsch, damals 16 Jahre alt, an Leukämie erkrankt war. 1985 war sie eine der vielen Tausend Menschen, die Geld dafür spendeten, dass der Junge aus Birkenfeld als erster Europäer eine Knochenmarktransplantation in den USA erhalten konnte. Später bildeten diese Gelder den Grundstock für die nunmehr seit 30 Jahren bestehende Stiftung, die erste deutsche Stammzellspenderdatei.

Emil Morsch, Stiftungsgründer und Vorstandsvorsitzender der nach seinem Sohn benannten Stiftung:  „Damals wie heute sind diese Spende eine gute Investition in die Zukunft. Die Stefan-Morsch-Stiftung setzt Spendengelder vor allem für Typisierungen ein. Darüber hinaus hat sich die Stiftung zum Ziel gesetzt, Patienten und ihren Angehörigen zur Seite zu stehen. Die Stiftung gibt daher im Notfall finanzielle Hilfen. So können ungedeckte Kosten des Patienten, die durch eine Leukämie-Erkrankung entstanden sind und zu einer wirtschaftlichen Notlage geführt haben, übernommen werden.“

Morsch weist darauf hin, dass es im deutschen Gesundheitssystem kaum öffentliche Mittel für die Typisierung von neuen Spendern gibt. Für die Neuaufnahme eines Spenders entstehen der Stefan-Morsch-Stiftung Kosten in Höhe von mehr als 40 €. Emil Morsch: „Im vergangenen Jahr wurden nahezu 28.000 Menschen in die Stammzellspenderdatei neu aufgenommen. Um die Kosten dafür abzudecken, brauchen wir Menschen wie Loni Mohr, die bereit sind, unsere Arbeit finanziell zu unterstützen.“

Jeder kann helfen

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