25. Januar 2017

Musiker leisten Hilfe für Leukämiekranke

Mehr als 30 Jahre Erfahrung mit der Betreuung in Begleitung von Leukämie- und Tumor-Patienten und ihren Angehörigen – das hat die Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands erste Stammzellspenderdatei. Finanziell unterstützt wird die gemeinnützige Organisation von Firmen und Privatleuten, aber auch von Vereinen. Jüngstes Beispiel: das Blasorchester Maischeid & Stebach aus dem Kreis Neuwied. Die Musiker haben im vergangenen Jahr zwei Benefizkonzert für die Stiftung organisiert. Das Geld, das dabei gesammelt wurden, brachten sie nun persönlich nach Birkenfeld – auch um zu sehen, wie die Stiftung arbeitet.
Susanne Morsch, Vorstandsvorsitzende, ist begeistert von so viel Engagement des Blasorchesters, das seine Freunde und Mitglieder auch dazu aufrief, sich als Stammzellspender bei der Stiftung registrieren zu lassen. Zusammen mit ihrem Vorstandsmitglied Bruno Zimmer nahm sie den Spendenscheck von stattlichen 1500 Euro entgegen und lud dazu ein, sich die Stiftung, die nicht nur eine Stammzellspenderdatei unterhält, genauer anzuschauen.

Einsatz der Spendengelder

Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ leisten heute mehr als 70 Mitarbeiter seit  30 Jahren Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Hauptziel der Stiftung ist es, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. Daher sind nahezu täglich Teams der Stiftung in ganz Deutschland unterwegs, um bei Typisierungsaktionen über das Thema Stammzellspende zu informieren. Mehr als 1000 Typisierungsaktionen wurden so im vergangenen Jahr angeboten – unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Blasorchester Maischeid & Stebach e. V. Dessen Vorsitzender Andreas Dasbach hat bereits angedeutet, dass man auch zum 10-jährigen Jubiläum im Juni 2017 auch mit der Stiftung kooperieren will.

Blasorchester zu Besuch

Spannend fand die fünfköpfige Musiker-Delegation des Orchesters vor allem, was noch unter dem Dach der Stiftung geleistet wird. Neben der Spenderdatei ist die Stiftung auch internationales Suchzentrum für die Ermittlung von Spendern weltweit. Die Stiftung hat zudem am Sitz in Birkenfeld eine eigene Entnahmestation für periphere Blutstammzellen und  eines der größten HLA-Labore Europas.  Die Stammzellspende wird so häufig in der hauseigenen Apherese in Birkenfeld vorgenommen und im HLA-Labor der Stiftung werden jährlich bis zu 40 000 Blutproben analysiert.

Spendengelder, wie sie das Blasorchester gesammelt hat, werden ganz konkret in die Hilfe für Leukämiepatienten investiert: „Wir helfen bei der Vermittlung von Kliniken oder Ärzten, beraten aber auch den Patienten nach der Transplantation. Die Stiftung gibt im Notfall finanzielle Hilfen. So können ungedeckte Kosten des Patienten, die durch eine Leukämie-Erkrankung entstanden sind und zu einer wirtschaftlichen Notlage geführt haben, übernommen werden“, so die Stiftung. Neben der Förderung von Forschungsvorhaben, wird das Geld aber vorwiegend bei der Registrierung neuer Stammzellspender eingesetzt. Für die Neuaufnahme eines Spenders entstehen der Stefan-Morsch-Stiftung Kosten in Höhe von mehr als 40 Euro. Susanne Morsch: „Die Geldspenden helfen uns dabei, dass Menschen, die an Blutkrebs oder einer Tumorerkrankung leiden, eine Chance auf Leben bekommen.“ (dji)