27. August 2018

Punkrock auf die Ohren und Lebensretter werden

Zebrahead, Madball und Sheer Terrot, das sind drei der Bands, die das Line-up des Primsrock-Festivals bilden, das am Samstag, 1. September auf dem Festplatz in Nonnweiler-Primstal stattfindet. Es gibt aber nicht nur ordentlich Punkrock auf die Ohren – die Veranstalter des Festivals wollen auch Gutes tun und Leukämie- und Tumorkranke unterstützen, indem sie zusammen mit der Stefan-Morsch-Stiftung Stammzellspender suchen. Beim Primsrock können, von 15 bis 20 Uhr, sich Erwachsene bis 40 Jahre mit einer Speichelprobe typisieren lassen.Die Bands beim Primsrock spielen Punk-Rock, Hardcore, Metalcore und Skatepunk und kommen aus Orange County, aus New York City oder South Carolina, wie „Wolves and Wolves and Wolves and Wolves“. Dabei sind auch Bands aus Hamburg, mit „Arrested Denial“, „Büchse“ aus Trier und welche aus dem Saarland wie „Additional time“ und „Sidewalk-Surfers“, die, wenn man dem Internet glaubt, aus „Saarbrooklyn“ kommen. Die Musikszene ist international, so wie auch die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke, denn immer wieder gehen z.B. auch Stammzellspenden aus Deutschland in die USA und umgekehrt.

Leukämie kann jeden treffen – in Deutschland 11 000 Mal im Jahr

Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 11 000 Menschen an Leukämie. Viele davon sind Kinder. Wenn Chemotherapie und/oder Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die letzte Chance. Das funktioniert jedoch nur, wenn sich gesunde Spender als mögliche Lebensretter zur Verfügung stellen. In Spenderdateien wie der weltweit vernetzten Stefan-Morsch-Stiftung sind fast 32 Millionen Menschen registriert. Doch noch immer gibt es für manchen Patienten keinen passenden Spender.

Wer sich registrieren lassen will, füllt einen Fragebogen zum Gesundheitszustand aus, unterschreibt die Einwilligung und gibt eine Speichelprobe ab. Diese Probe geht dann zur Analyse ins Labor der Stiftung. Die Gewebemerkmale werden dort analysiert und pseudonymisiert an das deutsche Zentralregister der ZKRD in Ulm weitergegeben, wo sie für weltweite Suchanfragen zur Verfügung stehen. (mf)