Hoffen – Helfen – Heilen
10. März 2021

Regionaler Zusammenhalt: 150.000 Flaschen gegen Blutkrebs

Auf den Etiketten von 150.000 Flaschen Mineralwasser findet sich ein Appell zur Online-Registrierung als potenzieller Lebensretter – dank des Traditionsunternehmens Schwollener Sprudel GmbH & Co. KG. Die Unterstützung der Birkenfelder Stefan-Morsch-Stiftung kommt gerade richtig: denn aufgrund von Corona fehlen Deutschlands erster Stammzellspenderdatei bereits über 15.000 Neuspender im Vergleich zu 2019 und damit Überlebenschancen für viele Blutkrebs-Betroffene.

Von links: Susanne Morsch, Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Tim Frühauf, Unternehmensleiter der Schwollener Sprudel GmbH & Co. KG. Foto: Stefan-Morsch-Stiftung

Rückgang der Registrierungen als Stammzellspender

75 Prozent weniger Registrierungen – das ist die nüchterne Pandemie-Bilanz der Stefan-Morsch-Stiftung, wenn es um neue, potenzielle Lebensretter geht. Aufgrund der aktuellen Situation kann die Stammzellspenderdatei keine Typisierungsaktionen vor Ort durchführen und hat deshalb schon „weit über 15.000 Menschen weniger überzeugen können, sich als Stammzellspender in unsere Datei aufnehmen zu lassen“, erklärt Vorstandsvorsitzende Susanne Morsch. „Umso wichtiger ist es deshalb, dass sich möglichst viele online über unsere Homepage bei uns registrieren. Denn für eine Stammzelltransplantation braucht es quasi einen genetischen Zwilling – also einen Spender, der die gleichen genetischen Gewebemerkmale hat, wie der Erkrankte. Um die ‚Online-Typisierung‘ noch bekannter zu machen, sind wir auf Hilfe angewiesen.“

Unterstützung gegen Blutkrebs aus der Region

Wie auch schon in der Vergangenheit – der regionale Zusammenhalt funktioniert. So hat sich Schwollener Sprudel erneut bereit erklärt, die gemeinnützige Organisation zu unterstützen: mit einem Aufruf zur Online-Typisierung auf den Etiketten von 150.000 Mineralwasserflaschen. „Wir freuen uns sehr, dass wir uns auf diese Art gemeinsam mit der Stiftung gegen Blutkrebs und für noch mehr Heilungschancen stark machen können“, betont Tim Frühauf, der in vierter Generation das Unternehmen leitet. Schon in der Vergangenheit hat sich Schwollener für die Stefan-Morsch-Stiftung eingesetzt: „Das ist für uns eine Herzensangelegenheit. Leukämie kann jeden von uns treffen – und dann ist man froh, wenn ein passender Spender gefunden wird.“ Doch nicht nur mit den speziell etikettierten Flaschen sowie gemeinsamen Social-Media-Aktivitäten möchte das Unternehmen ein Zeichen setzen: „Wir haben auch intern unsere Mitarbeiter aufgerufen, sich typisieren zu lassen – ein gutes Dutzend hat schon mitgemacht und das ist erst der Anfang“, freut sich Tim Frühauf. Darüber hinaus möchte er weitere Unternehmen aus der Region dazu aufrufen, sich ebenfalls im Kampf gegen den Blutkrebs zu engagieren: „Ich denke, das passt auch zu unserer Gegend, dass man sich gegenseitig unterstützt. Wenn wir helfen können, dann helfen wir.“ Dieser Meinung ist auch Vorstandsvorsitzende Susanne Morsch: „Dem kann ich mich nur anschließen. Solidarität ist der Grundbaustein für die Stammzellspende und -transplantation sowie für unsere Stiftung.“ Als Dank überreicht sie, stellvertretend für alle Helfer bei dieser gemeinsamen Aktion, den ‚Lebensretter-Cup‘ der Stiftung an Tim Frühauf: „Bei der Auszeichnung allein soll es nicht bleiben. Wenn es wieder möglich ist, machen wir auf jeden Fall ein Fest an unserer Grillhütte.“

 

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