Hoffen – Helfen – Heilen
02. Oktober 2021

Stammzellspender Giuseppe: "Ich würde es wieder tun!"

„Mein Name ist Giuseppe Luckmann und ich habe vor Kurzem die Möglichkeit gehabt, Stammzellspender zu sein.

Aufmerksam auf die Stefan-Morsch-Stiftung wurde ich im Jahr 2016, als ich im Rahmen meines Offizierslehrgangs an der Marineschule Mürwik in Flensburg die Möglichkeit bekam, mich registrieren zu lassen. Ich entschloss mich damals für die Typisierung, da es ein kleiner Aufwand ist, mit dem möglicherweise eines Tages ein Menschenleben gerettet werden kann.

Ende 2020 bekam ich einen Anruf der Stiftung. Ich war zuerst sehr überrascht, stimmte jedoch der Stammzellspende direkt zu. Daraufhin folgten einige Untersuchungen und Aufklärungsgespräche mit Ärzten. Etwa eine Woche vor der Entnahme bekam ich das Mittel G-CSF als Spritzen mit nach Hause. Das Wachstumsmittel für Stammzellen sollte ich mir selber spritzen. Das musste leider meine Schwiegermutter für mich übernehmen, da ich mir diese Spritzen auf keinen Fall selber verabreichen konnte. Je näher der Termin zur Apherese rückte, desto stärker merkte ich, dass mein Körper arbeitet. Bedingt durch das Medikament bekam ich Kopf- und Gliederschmerzen. Die Nebenwirkungen wurden im Vorfeld jedoch vom Arzt ausführlich erklärt und kamen für mich nicht überraschend. Der Fakt, dass ich durch das Ertragen dieser grippeähnlichen Schmerzen jemandem das Leben retten kann, machten sie umso erträglicher.

Am Tag selbst war ich trotz der vielen Aufklärungsgespräche ein wenig nervös. Was erwartet mich? Werde ich dabei Schmerzen haben? Wie geht es mir wohl nach der Spende? All diese Fragen kann ich im Nachhinein positiv beantworten. Alles verlief schnell, schmerzlos und ohne nachträgliche Nebenwirkungen.

Derzeit hoffe ich jeden Tag, dass meine Spende genügt und dem Empfänger das Leben gerettet hat. Ich würde mich freuen, eines Tages eine Nachricht des Empfängers zu erhalten, in der nur steht, ob alles geklappt hat und dass es ihm gut geht.

Ich würde zu jeder Zeit einer solchen Spende erneut zustimmen. Ich kann es nur jedem empfehlen, sich typisieren zu lassen. Selten hat man die Gelegenheit, mit so wenig Aufwand so viel Gutes zu ermöglichen.“

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