Hoffen – Helfen – Heilen
16. Dezember 2021

Süßes Engagement für Menschen mit Leukämie

Verkauf von Weihnachtsgebäck erzielt 1.600 Euro zugunsten Stefan-Morsch-Stiftung

Die Hilfe für Leukämiekranke schmeckt süß und nach Zimt – dafür haben Desiree Bernarding und Florian Schwarz gesorgt. Bei ihrer Verkaufsaktion haben sie selbstgebackene Plätzchen angeboten und über 1.600 Euro erzielt. Die ehemalige Leukämiepatientin und ihr Stammzellspender unterstützen damit die Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands erste Stammzellspenderdatei.

Sie haben mehr als 40 Kilo Gebäck selbst gemacht: die 56-Jährige Wadernerin und der 35-Jährige aus Hüttersdorf. Familie und Bekannte haben beim Backen kräftig unterstützt. „Besonders ohne meinen Mann hätten wir das nicht geschafft. Stundenlang hat er an unserem Stand frische Zimtwaffeln gebacken“, erzählt Desiree Bernarding. Gemeinsam mit Florian Schwarz will sie sich mit der Aktion für andere von Leukämie Betroffene stark machen: „Ich habe den Krebs besiegt, weil es diese Stammzellspenderdatei gibt und weil Florian für mich gespendet hat. Meine Geschichte soll andere zur Typisierung motivieren.“ Sie freut sich über den Erfolg der Verkaufsaktionen beim Weihnachtsmarkt in der Weinscheune Hüttersdorf und beim Obi-Markt in Schmelz: „Wir haben vier zum Platzen gefüllte Spendendosen mitgebracht.“ Die übergibt sie persönlich an den Stiftungsvorstand Bruno Zimmer: „Wir freuen uns sehr über das Engagement und danken allen Unterstützern – auch den Bäckern und den Gebäckliebhabern. Aber besonders freut mich, dass ich mit Desiree Bernarding und Florian Schwarz ein konkretes Beispiel erlebe, was unsere Arbeit bewirkt. Genau dafür setzt sich unser Team persönlich ein.“

Mit Hilfe von Geldspenden leistet die Stefan-Morsch-Stiftung finanzielle Entlastung für Patient:innen und ihre Angehörigen, wenn diese durch die Erkrankung in Not geraten sind. Darüber hinaus investiert die gemeinnützige Organisation mit dieser Hilfe konkret in die Registrierung neuer potenzieller Stammzellspender:innen. Doch seit der Pandemie sind Registrierungsaktionen der Stiftung vor Ort zeitweise nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Mehr als 18.000 neue Spender:innen fehlen daher in der Datei, im Vergleich zu den Vorjahren – vor allem junge Menschen. Bruno Zimmer betont: „Die Möglichkeit, direkt auf Fragen einzugehen fehlt. Das ist aber wichtig, um unbegründete Ängste und junge Leute zur Typisierung zu motivieren.“ Zusätzlich verliert die Datei jedes Jahr Registrierte, die ab dem Alter von 61 Jahren keine Stammzellen mehr spenden dürfen oder auch nach der Diagnose bestimmter Krankheiten. Diesen Rückgang müssen wir dringend aufholen, damit es weiterhin Lebensretterinnen und Lebensretter für Betroffene gibt. Wir hoffen, dass das Engagement von Desiree Bernarding und Florian Schwarz viele junge Menschen zur Registrierung bewegt. Gleichzeitig sind Vereine, Betriebe und Schulen herzlich willkommen, mit uns weitere Typisierungsaufrufe zu starten.“

Hier kann man sich über weitere Hilfsmöglichkeiten informieren. Über unser Online-Registrierungsformular kann man sich in wenigen Minuten als mögliche:r Stammzellspender:in aufnehmen lassen.