14. Oktober 2019

Vorweihnachtlicher Gruß aus der Region

Für Karl Heinz Engel aus Hammerbirkenfeld gibt es immer was zu schrauben, zu bauen oder zu sägen. Sein Können hat der 78-Jährige jetzt in den Dienst der guten Sache gestellt: Seine selbstgebaute Krippe schenkt er der Stefan-Morsch-Stiftung, Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke.

Geschenk an Stammzellspenderdatei

Ohne Zollstock und Taschenmesser verlässt er nicht das Haus, denn oft gibt es was zu vermessen, wenn das Handwerkertalent ein neues Projekt sucht oder Baumaterial besorgt. Anstreicher war sein Lehrberuf, daneben hat er 30 Jahre bei einem Unternehmen für Sanitär, Heizung und Fliesen gearbeitet: „Da kann ich eigentlich alles, ob mit Holz, Fliesen oder elektrischen Arbeiten“, erzählt er.

Sein handwerkliches Geschick hat er in der Krippe für die Birkenfelder Stammzellspenderdatei vereint. Jedes Detail hat er selbst gebaut: Das Krippenhaus, ein kleiner Leiterwagen, ein Brennholzstapel, bis hin über die selbst gegossenen und bemalten Gipsfiguren sowie nicht zuletzt die Stromversorgung der Stalllaterne und der indirekten Beleuchtung. Einen Meter lang, einen halben Meter breit und mehr als kniehoch ist das Unikat, das jetzt im Besitz der gemeinnützigen Stiftung ist. „Die Stefan-Morsch-Stiftung leistet tolle Arbeit im Kampf gegen Blutkrebs. Mit der Krippe möchte ich meine Anerkennung ausdrücken“, sagt Engel.

Seit mehr als 30 Jahren Hilfe für Leukämiekranke

Bruno Zimmer vom Vorstand der Stammzellspenderdatei freut sich über diesen besonderen Gruß aus der Region: „Den Kampf gegen Leukämie kämpfen wir weltweit, aber in der Region sind wir Zuhause. Solche Gesten zeigen uns, dass die Menschen in der Region positiv auf unsere Arbeit blicken.“

Die Stefan-Morsch-Stiftung ist die erste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland etwa 11 000 Menschen an bösartigen Blutkrankheiten wie etwa der Leukämie. Je nach Leukämieart variieren die Heilungsaussichten. Oft reicht die Behandlung mit Chemo und/oder Bestrahlung aber nicht aus. Dann ist die Übertragung gesunder Blutstammzellen die einzige Hoffnung auf Leben. Eine solche Transplantation ist aber nur möglich, wenn sich ein passender Stammzell- bzw. Knochenmarkspender zur Verfügung stellt. Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich somit die Chance, dass einem todkranken Patienten das Leben gerettet werden kann.(az)