Hoffen – Helfen – Heilen

Kevin Müllerstein

Dass man jederzeit an Blutkrebs erkranken kann, ist für Kevin Müllerstein (25) erschreckend. Dem Koch und Mitinhaber eines Hotel-Restaurants in Neroth war es deshalb besonders wichtig sich zu typisieren und jetzt mit seiner Stammzellspende zu helfen:

„Ich habe mich 2017 während meiner Weiterbildung zum Hotelbetriebswirt bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren lassen. Ich war trotzdem ziemlich überrascht, als plötzlich ein Anruf kam, dass ich als möglicher Stammzellspender infrage komme. Die erste Aufklärung am Telefon war sehr aufschlussreich und genau. Den Gedanken, nicht zu spenden, hatte ich zu keiner Zeit, da vielleicht ein anderes Leben davon abhängt.

Nach der Voruntersuchung und dem medizinischen Aufklärungsgespräch bekam ich ein Medikament mit, das ich mir in den drei Tagen vor der Spende morgens und abends spritzen musste. Damit wurde die Produktion der Stammzellen angeregt und ließ diese vom Knochenmark ins Blut wandern. Leider haben die Spritzen bei mir grippeähnliche Nebenwirkungen verursacht, die aber erträglich waren. Es ging morgens früh los.

Eigentlich kann man die Stammzellspende mit einer Blutspende vergleichen, nur, dass es länger dauert und man in beide Arme einen Zugang bekommt. Während der Entnahme bleibt einem kaum was anderes zur Beschäftigung, als Filme zu schauen, um die Zeit zu überbrücken. Nach drei Stunden war ich zunächst fertig und die Anzahl der Stammzellen, die zusammengekommen war, wurde ausgerechnet. Leider waren es noch nicht genug, weshalb ich am nächsten Tag nochmal an die Maschine angeschlossen wurde.

Auch Menschen in meinem Alter erkranken an Leukämie. Das ist für mich unvorstellbar. Meiner Meinung nach gibt es keinen leichteren Weg ein Leben zu retten, als sich typisieren zu lassen und Stammzellen zu spenden!“

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