Hoffen – Helfen – Heilen

Markus Klenke

Der 33-jährige Markus Klenke aus Lichtenau hat sich während der Blutspende typisieren lassen. Jetzt hat er mit einer Stammzellspende geholfen:

„Vor etlichen Jahren wurde bei uns im Dorf eine Typisierung während eines Blutspende-Termins angeboten. Ohne großartig darüber nachzudenken habe ich mich dazu bereit erklärt, mich als Stammzellenspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung aufnehmen zu lassen. Nach Jahren der Stille bekam ich während eines Meetings auf der Arbeit einen Anruf von einer fremden Nummer. Eine Mitarbeiterin der Stiftung hat mir erklärt, dass ich ein positives Match für eine Stammzellenspende bin. Ich muss gestehen, der allererste Gedanke war: „Jetzt passiert es wirklich, dass man auf einer Spenderliste ist und aufgerufen wird.“ Mir wurde angekündigt, dass ich in den nächsten Tagen Post zugeschickt bekomme, mit allen weiteren Informationen. Ich war sehr überrasch und musste das erst einmal verarbeiten.

Wenn man dann aber den Brief vor sich liegen hat und entscheiden muss, ob man wirklich einen medizinischen Eingriff vornehmen lassen möchte, bleibt man doch etwas nachdenklich. Aber der Gedanke, jemandem helfen zu können hat mich letztlich überzeugt. Eine Bestärkung dieser Entscheidung habe ich von den Mitarbeitern der Stiftung (regelmäßige Anrufe, ob alles gut ist o. Fragen aufgekommen sind) als auch von den Mitarbeitern am Entnahmezentrum zur Vorsorge als auch zur eigentlichen Entnahme. Bei mir sind die Medikamente, mit denen die Stammzellen in das Blut übergehen sollen, sehr sanft angeschlagen. Einen Abend waren zwar einige Schmerzen zu vernehmen, aber grundsätzlich war die Medikation wirklich verkraftbar. Die Entnahme selbst kann man mit einem langen Kinoabend vergleichen. Einmal auf dem Entnahmestuhl niedergelassen, gab es eine Auswahl von Filmen, welche während der Spende angeschaut werden konnten. Nach sechs Stunden war „die Arbeit“ getan. Zwar dürfen wegen des Datenschutzes keine expliziten Daten vom Patienten verraten werden, aber dennoch macht man sich seine Gedanken, ob man ggf. nun einem Jugendlichen bei seinem Lebensweg helfen kann oder einem älteren Patienten seinen Lebensabend mit Familie verlängert. In jedem Fall ist das Gefühl helfen zu können (auch wenn es nicht selbst in der eigenen Macht steht) unbeschreiblich toll – man kann sich hier nur grob vorstellen, welche Gefühle beispielsweise in den Menschen vorgehen müssen, die Tag für Tag Leben retten!“

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