Hoffen – Helfen – Heilen

Simone Baumeister ist seit Jahren Blutspenderin. Die 45 Jährige Grundschullehrerin aus Kreuztal hat sich bei einem der Blutspendetermine des DRK aus auch Stammzellspenderin bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren lassen. Das war 2003. Jetzt stimmten ihre Gewebemerkmale mit denen eines an Leukämie erkrankten Patienten überein – einem kleinen Mädchen aus Russland. „Wer A sagt muss auch B sagen“, sagt Simone Baumeister, die bereits vor einigen Monaten für dieses Kind Knochenmark gespendet hat, um der Patientin eine Chance auf Heilung zu geben. Damals wurde ihr in der Entnahmeklinik in Wiesbaden der Beckenkamm punktiert. „Das war völlig problemlos. Ich hatte keine Schmerzen“, erzählt sie. Jetzt wurde sie von der Stefan-Morsch-Stiftung erneut um Hilfe gebeten. Dieses Mal wurden Lymphozyten benötigt. Sieglinde Wolf, ärztliche Leiterin der Entnahmestation der Stefan-Morsch-Stiftung, erklärt, dass es bei der Behandlung von Leukämien manchmal Rückschläge geben kann, die eine Lymphozyten- und sehr selten eine weitere Stammzellspende erforderlich machen können. Denn mit der Transplantation von Stammzellen bekommt der Patient ein neues blutbildendes System. Die nun transplantierten Lymphozyten sollen die restlichen Leukämiezellen (Graft versus Host Effekt) zerstören. Man gewinnt die Lymphozyten über das gleiche maschinelle Verfahren, wie bei der der Entnahme peripherer Stammzellen aus dem Blut. Jedoch ohne zuvor einen köpereigenen Botenstoff zu verabreichen, der die Stammzellen aus dem Knochenmark ins Blut übergehen lässt.
Simone Baumeister hofft nun, dass die kleine Patientin den Kampf gegen den Blutkrebs gewinnt und sie „irgendwann einmal mit den Eltern des Mädchens in Kontakt kommt“: „Aber im Ernstfall bin auch wieder bereit Stammzellen zu spenden“, sagt sie. Denn sie weiß: Für Menschen, die an Leukämie erkrankt sind, ist die Transplantation von Stammzellen die einzige Chance das Leben zu retten.