Hoffen – Helfen – Heilen

Johannes-Kepler-Gymnasium (Lebach)

Wie sieht ein Lebensretter aus? Fragt man Kinder, sagen die meisten: „Groß, stark, mit vielen Muskeln.“  Am Johannes-Kepler-Gymnasium in Lebach (Kreis Saarlouis) bekommen die Schüler der älteren Klassenstufen am Besucher des geplanten Schulfestes  am Samstag, 16. September, eine genauere Vorstellung von so einem Helden. Zusammen mit der Stefan-Morsch-Stiftung wird beim Schulfest von 11 bis 16 Uhr zur Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke aufgerufen. Mitschüler ab 16 Jahren und Besucher bis 40 Jahre sollen dazu motiviert werden, sich als potenzielle Lebensretter für an Leukämie erkrankte Menschen registrieren zu lassen.
2015 war die Stefan-Morsch-Stiftung schon einmal vor Ort. Damals hatten sich 56 Schüler als Stammzellspender registrieren lassen. Denn die JKG-Schüler in Lebach wissen: 11 000 Menschen erkranken jedes Jahr an Leukämie. Viele davon sind Kinder oder Jugendliche. Haben Chemotherapie und/oder  Bestrahlung keinen Erfolg, ist die Stammzelltransplantation die einzige Hoffnung. Jedoch nur, wenn es einen Spender gibt, dessen Gewebemerkmale passen. Je mehr Menschen als potenzielle Lebensretter  erfasst sind, desto größer sind die Chancen für einen Patienten den geeigneten Spender zu finden – einen genetischen Zwilling.

2015: 56 neue Lebensretter gewonnen

Deshalb plant das Gymnasium eine Typisierungsaktion beim Schulfest. Von 11 bis 16 Uhr Uhr kann man sich als Stammzellspender registrieren lassen. Die Schule hofft, dass der Aufruf große Wirkung zeigt.

Eine Typisierung ist ganz einfach: Zunächst sollte man sich über die Stammzellspende informieren – am einfachsten über die Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-stiftung.de), bei den Mitarbeitern der Stiftung, die beim Schulfest für alle Fragen bereit stehen oder über die kostenlose Hotline: 08 00 – 766 77 24. Über einen Gesundheitsfragebogen werden die wichtigsten Ausschlusskriterien abgefragt – etwa schwere Vorerkrankungen oder starkes Übergewicht. Ist der Fragebogen unterschrieben, wird eine kleine Blutprobe oder eine Speichelprobe genommen. Diese Probe wird im Labor der Stefan-Morsch-Stiftung analysiert. Der neu registrierte Spender erhält eine Spendernummer. Das bedeutet: Die Gewebemerkmale, das Alter und Geschlecht sowie weitere transplantationsrelevante Werte werden anonym beim Zentralen Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) hinterlegt. Jetzt stehen die anonymisierten Daten für  weltweite Suchanfragen von  Patienten zur Verfügung.

2017 Stammzellspender werden

Wichtig zu wissen, ist: Als Schüler kann man sich bereits mit 16 Jahren registrieren lassen – vorausgesetzt das schriftliche Einverständnis der Eltern liegt vor.  Gesunde Erwachsene werden bis 40 Jahre kostenlos in die Datei der Stefan-Morsch-Stiftung aufgenommen. Wird man später – nach einigen Monaten oder nach Jahren um eine Stammzellspende gebeten, wird immer die Spendebereitschaft und der Gesundheitsstatus erneut abgefragt.

Die Stefan-Morsch-Stiftung erklärt zudem wie eine Stammzellspende funktioniert: Es gibt zwei Möglichkeiten Stammzellen zu entnehmen. Stammzellen können aus dem Beckenknochen entnommen werden. Die häufiger angewandte Methode ist aber die sogenannte Stammzellapherese, bei der die Stammzellen aus dem peripheren Blut gesammelt werden. Die Entnahme ähnelt einer Blutplasmaspende. (dji)

Details

Stadt: 66822 Lebach
Veranstaltungsort: Johannes-Kepler-Gymnasium
Zeitraum:
von 16.09.2017 11:00 bis 16.09.2017 16:00