Hoffen – Helfen – Heilen
19. Mai 2022

12.800 Euro für Leukämiehilfe – dank Rallye in Berglicht

Veranstaltergemeinschaft ‚Test the High Forest‘ überreicht Spendensumme an die Stefan-Morsch-Stiftung

Beim österlichen Rallye-Testtag rund um Berglicht haben nicht nur die Motorsportler ordentlich Gas gegeben. Auch beim Aufruf, die Leukämiehilfe der Stefan-Morsch-Stiftung zu unterstützen, wurde kräftig mitgemacht: Gemeinsam mit den Bürgermeistern der teilnehmenden Ortschaften überreichte die Veranstaltergemeinschaft von ‚Test the High Forest‘ jetzt den Spendenscheck an Deutschlands erste Stammzellspenderdatei.

Mit Motorsport Menschen mit Blutkrebs helfen

Edmund Schu vom Veranstalter-Team erklärt: „Ein wesentlicher Punkt des Testtages ist es, Hilfsprojekte in unserer Region zu fördern. Wir hoffen, dass wir mit der Summe dazu beitragen können, dass für mehr Leukämiekranke passende Stammzellspenderinnen und -spender gefunden werden können. Dieser große Erfolg war nur möglich, weil alle Beteiligten an einem Strang gezogen haben. Von der unbürokratischen Genehmigungsvergabe der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf, über die Bereitschaft vor Ort durch die Feuerwehren und das Rote Kreuz Thalfang, bis hin zu den vielen freiwilligen Helfern.“ Vorstandsvorsitzende Susanne Morsch, Vorstand Bruno Zimmer und Stiftungsgründer Emil Morsch nahmen den symbolischen Scheck vor einem Rallye-Fahrzeug – einem BMW 318is – entgegen. Susanne Morsch ist gerührt: „Da bekommt man Gänsehaut. Vielen Dank für die Solidarität mit den Betroffenen und für das große Vertrauen in unsere Arbeit.“

Vereine machen sich stark für Menschen in Not

Die Summe kam dank der Startgebühren der Rallye-Teams sowie Spenden von Unternehmen und Privatleuten zusammen. Um den Betrag aufzustocken, nahmen einige der Motorsportler:innen auch Zuschauer:innen als Beifahrer:innen mit auf die Strecke – gegen den Kauf eines Mitfahrtickets. Die Vereine aus Deuselbach, Immert, Gräfendhron und Berglicht sorgten zudem für die Bewirtung der Besucher:innen und steuerten so mehr als 4.000 Euro bei. Deuselbachs Ortsbürgermeister Roland Schmidt freut sich über das Resultat des Events: „Ich bin stolz auf den ortsübergreifenden Zusammenhalt der Vereine. Diese Aktion, die Menschen in Not zugutekommt, hat auch dazu geführt, dass die Ortsgemeinden noch ein Stück mehr zusammenrücken.“

Geldspenden helfen bei der Suche nach neuen Lebensretter:innen

Reichen Chemotherapie und Bestrahlung nicht aus, ist eine Stammzelltransplantation für Leukämiepatient:innen häufig die einzige Chance zu überleben. Dabei kommt es jedoch auf die genetischen Gewebemerkmale an: Sie müssen bei Spender:in und Empfänger:in übereinstimmen. Da diese jedoch in unzähligen Varianten vorkommen, ist die Suche nach einem genetischen Zwilling häufig nicht einfach. Für jede:n zehnte:n Betroffene:n bleibt die Suche erfolglos. Deshalb ist es wichtig, dass sich noch mehr Menschen als potenzielle Lebensretter:innen bei der Stefan-Morsch-Stiftung typisieren lassen. Die Registrierung und die Analyse der Speichel- oder Blutprobe möglicher Spender:innen im Speziallabor kosten pro Neuaufnahme etwa 40 Euro. Mit Hilfe von Geldspenden kann die gemeinnützige Stiftung diese Ausgaben decken. Darüber hinaus unterstützt sie Betroffene und ihre Familien, wenn diese aufgrund ihrer Erkrankung in finanzielle Not geraten sind.

Mehr über das Thema Geldspenden erfährt man hier. Über weitere Möglichkeiten, wie man sich für die Leukämie- und Tumorhilfe engagiert, kann man sich hier informieren.